Ist das Waschen der Haare mit Antibabypillen wissenschaftlich fundiert?
Encyclopedic
PRE
NEXT
Zu Behauptungen, dass das Waschen der Haare mit Antibabypillen dickes, glänzendes Haar fördert, weisen Mediziner darauf hin, dass Sexualhormone die Gesundheit der Haare beeinflussen. So macht Östrogen das Haar weich und glänzend, während Androgene das Haar gröber und kräftiger machen.Die Gesundheit und der Glanz der Haare hängen jedoch nicht nur von der Genetik ab, sondern auch von einem ausgeglichenen Hormonspiegel im Körper. Die Faktoren, die die Haarwachstumsrate beeinflussen, sind komplex, wobei die Hormonausschüttung eine wichtige Rolle spielt, während die Aufnahme über die Kopfhaut vernachlässigbar ist.
Es stimmt, dass Antibabypillen Östrogen und Gestagen enthalten. Eine kurzfristige Einnahme kann theoretisch die Haarfollikel stimulieren und den Haarstoffwechsel beschleunigen. Es gibt jedoch keine wissenschaftliche Grundlage für eine Verbesserung der Haarqualität durch diese Methode. Die häufige Anwendung von Hormonpräparaten auf großen Bereichen der Kopfhaut kann zu Hautatrophie führen und sich als kontraproduktiv erweisen. Vermeiden Sie daher die wahllose Einnahme von Notfall-Antibabypillen.
Junge Frauen, insbesondere unverheiratete, sollten eine solche unüberlegte Anwendung vermeiden. Sogar einige Männer mit Haarausfall haben dieses Hausmittel ausprobiert und dadurch eine Gynäkomastie entwickelt – das Wachstum weiblicher Brüste auf ihrer Brust. Für glänzendes, dichtes Haar ist eine regelmäßige Kopfhautmassage mit den Händen nach wie vor eine weitaus praktischere Methode.
PRE
NEXT