Sollten Sie das Nabelschnurblut Ihres Kindes einlagern?
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Für werdende Mütter sind Werbematerialien über Nabelschnurblutbanken oft besonders interessant, da sie unter den zahlreichen Broschüren, die sie erhalten, besonders auffallen.
„Stammzellen aus dem Nabelschnurblut von Neugeborenen können in der regenerativen Medizin und als Ersatz für hämatopoetische Stammzellen aus dem Knochenmark verwendet werden. Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit. Die langfristige Einlagerung des Nabelschnurbluts Ihres Kindes ist seine ‚Lebensbank‘. Handeln Sie jetzt ...“ Angesichts solcher Behauptungen sind werdende Mütter sowohl fasziniert als auch verwirrt. Ist Nabelschnurblut wirklich so wunderbar?Sollte es aufbewahrt werden?
Welchem Zweck dient es?
In erster Linie zur Behandlung von Blutkrankheiten
Um die Anwendungsmöglichkeiten von Nabelschnurblut zu verstehen, muss man zunächst seine Beschaffenheit kennen. Experten erklären, dass Nabelschnurblut das Restblut ist, das nach der Geburt des Babys in der Nabelschnur verbleibt, nachdem diese abgeklemmt und durchtrennt wurde.
„Früher wurde Nabelschnurblut als Abfall entsorgt“, erklären Experten. Mit dem wissenschaftlichen Fortschritt wurde entdeckt, dass dieses Blut hämatopoetische Stammzellen enthält, die in der Lage sind, das menschliche Blutbildungs- und Immunsystem wieder aufzubauen. Diese Zellen können bei hämatopoetischen Stammzelltransplantationen zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt werden.
In Bezug auf die spezifischen Erkrankungen, die mit Nabelschnurblut behandelt werden können, geben Experten an, dass es klinisch gesehen eine signifikante therapeutische Wirksamkeit bei Blutkrankheiten – wie der häufig genannten Leukämie – mit relativ ausgereiften Techniken aufweist. „Sollte ein Kind später im Leben eine Krankheit entwickeln, bieten aus dem gelagerten Nabelschnurblut gewonnene Stammzellen eine Transplantation mit 100 %iger Kompatibilität, was es zu einer bemerkenswert sicheren Option macht.“
Lagern oder nicht lagern?
Empfehlenswert, wenn finanziell machbar
Was die Kosten für die Lagerung von Nabelschnurblut betrifft, so liegen diese für eine Lagerungsdauer von 20 Jahren in der Regel zwischen 20.000 und 30.000 Yen. Allerdings kann es geringfügige Preisunterschiede zwischen der Lagerung nur des Nabelschnurbluts und der Lagerung der gesamten Nabelschnur geben.
Aus der Perspektive einer zusätzlichen Schutzmaßnahme und einer potenziellen Lebensrettung ist die Einlagerung von Nabelschnurblut sicherlich sinnvoll. Seine Rolle sollte jedoch nicht überbewertet werden. So kann beispielsweise eine autologe Nabelschnurbluttransplantation in der Regel nur bei pädiatrischen Patienten die hämatopoetische Funktion wiederherstellen, nicht jedoch bei Erwachsenen.
Einige argumentieren auch, dass die Häufigkeit von Blutkrankheiten nicht besonders hoch ist, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass das Nabelschnurblut für die eigene Behandlung des Kindes aufbewahrt wird, gering ist – ist es wirklich notwendig? Als Antwort auf diese Ansichten weisen Experten darauf hin, dass die Lagerung von Nabelschnurblut weder für die Mutter noch für das Kind schädlich ist. Für Familien mit den entsprechenden finanziellen Mitteln bietet die Aufbewahrung des Nabelschnurbluts des Babys nicht nur Seelenfrieden, sondern auch eine zusätzliche Sicherheit für das Kind.
Was ist zu beachten?
Überprüfen Sie die Legitimität der Nabelschnurblutbank
„Die Aufbewahrung des Nabelschnurbluts eines Kindes ist lobenswert, aber wie genau wird es gelagert?“ Diese Frage beschäftigt wahrscheinlich viele werdende Mütter.
Experten erklären, dass die moderne Konservierung von Nabelschnurblut zwei Komponenten umfasst: das Blut und die Nabelschnur selbst. „Früher haben wir in erster Linie das Nabelschnurblut gelagert, um seine Stammzellen zu gewinnen. In den letzten Jahren wird neben dem Nabelschnurblut auch die Nabelschnur gelagert, da die darin enthaltenen mesenchymalen Stammzellen die Erfolgsrate von Transplantationen erheblich verbessern.“
„Die entnommene Nabelschnur und das Nabelschnurblut können nicht direkt gelagert werden; die Stammzellen müssen isoliert und in flüssigem Stickstoff bei -196 °C konserviert werden“, erklärte der Experte. Mit dem technologischen Fortschritt werden Stammzellen aus Nabelschnurblut immer vielfältigere Anwendungsmöglichkeiten finden. Für diejenigen, die in der Lage sind, sie zu lagern, bietet diese Praxis potenzielle Vorteile sowohl für sich selbst als auch für andere.
Experten warnen jedoch davor, dass die Lagerung von Nabelschnurblut strenge Bedingungen erfordert und mit Risiken verbunden ist, wie z. B. der Untersuchung auf Krankheiten während der Konservierung und einer möglichen Kontamination während der Lagerung. Darüber hinaus unterhalten viele Krankenhäuser keine eigenen Nabelschnurblutbanken, sondern beauftragen externe Einrichtungen mit der Lagerung. Daher ist es wichtig, den Standort der Lagereinrichtung zu ermitteln und zu überprüfen, ob sie von der Nationalen Gesundheitskommission zugelassen ist.
Bevor Sie sich für eine Einlagerung entscheiden, sollten Sie sich über die Vor- und Nachteile der Nabelschnurbluttherapie zur Behandlung von Krankheiten informieren.
Vorteile
1. Nabelschnurblut enthält reichlich Stammzellen und ist daher eine wichtige Quelle für hämatopoetische Stammzellen.
2. Nabelschnurblut hat eine geringere Virusübertragungsrate als Knochenmark und bietet somit eine höhere Sicherheit.
3. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei Nabelschnurblut zu einer Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion kommt, ist geringer, und die Erkrankung verläuft in der Regel milder.
4. Nabelschnurblut weist eine größere immunologische Toleranz auf, sodass eine Transplantation auch bei einer Differenz von zwei Lymphozyten-Antigen-Adressen (HLA) möglich ist, was mehr Transplantationsmöglichkeiten bietet.
5.Nabelschnurblut ist nach der Entnahme und Kryokonservierung sofort einsatzbereit, wodurch sich die Zeit für die Suche nach hämatopoetischen Stammzellen verkürzt und Verzögerungen bei der Behandlung vermieden werden. Nachteile 1. Aufgrund des begrenzten Volumens des Nabelschnurbluts ist die Zellausbeute pro Mutter begrenzt, sodass es für die Therapie von Erwachsenen nicht ausreicht. 2. Die Erholung nach der Transplantation dauert länger und das Infektionsrisiko ist erhöht.Die Nabelschnurbluttransplantation dient nur als ergänzende Behandlung; selbst eine erfolgreiche Transplantation garantiert keine vollständige Verhinderung eines Rückfalls. 3. Hohe Lagerkosten. Die Verarbeitung einer einzelnen Nabelschnurblutprobe zu lebensfähigen Stammzellen verursacht direkte Kosten, einschließlich Tests, in Höhe von etwa 5.000 Yen. 4. Es bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der möglichen Übertragung von genetischen Defekten aus dem Nabelschnurblut auf den Empfänger.
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