Ist der Männertag ein psychologisches Bedürfnis oder nur Sentimentalität?
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In letzter Zeit hat der „Männertag” im Internet still und leise an Bedeutung gewonnen. Laut einer Meinungsumfrage unterstützen die meisten Befragten die Einführung des 3. August als „Männertag” – ein Datum, das dem Internationalen Frauentag am 8. März entspricht. Einige Unternehmen gewähren ihren männlichen Mitarbeitern an diesem „Feiertag” sogar Urlaub, um das Ereignis zu begehen, während bestimmte städtische Angestellte öffentliche „Umarmungsaktionen” in Stadtzentren veranstalten, um zum Ausdruck zu bringen, dass auch Männer Entspannung und Fürsorge brauchen...
Empfohlene Lektüre: Vier psychologische „Minenfelder” für Männer
Unabhängig von den Motiven der Befürworter wirkt der Zeitpunkt dieses vorgeschlagenen Feiertags etwas gekünstelt: Der 3. August steht in Konkurrenz zum 8. März.Soziologische Experten weisen darauf hin, dass die Popularität eines Festes von zwei Faktoren abhängt: ob es über ein reiches kulturelles Erbe und eine tiefgreifende historische Bedeutung verfügt und ob es eine robuste Vitalität aufweist, d. h. zeitgenössische Relevanz hat.
Derzeit spielen Männer nach wie vor eine zentrale Rolle bei der Förderung der gesellschaftlichen Entwicklung. Hinter dem oberflächlichen Bestreben, einen solchen Feiertag einzuführen, verbirgt sich ein tiefes Gefühl der männlichen Unterlegenheit – ein Ungleichgewicht oder Defizit in der männlichen Psychologie. Aus diesem Grund spiegelt das Streben nach Gleichgewicht durch Feiertage zur Erreichung der sogenannten „Geschlechtergleichheit“ das beklagenswerte Ungleichgewicht der männlichen Rollen in der modernen Gesellschaft wider.Ob in der einst beliebten Serie „My Sassy Girl” oder dem aktuellen Animationshit „Pleasant Goat and Big Big Wolf” – die Darstellung von Big Big Wolf als neuem Vorzeigeehemann, der sowohl innere als auch äußere Tugenden verkörpert, spiegelt ein feministisches Erwachen wider. Männer werden nicht mehr als allmächtige Retter auf einem Podest dargestellt, sondern in einem Umfeld „absoluter Fairness” in einem authentischeren Licht gezeigt.Im Übergang von traditionellen patriarchalischen Werten zur heutigen Gleichstellung der Geschlechter durchlaufen Männer daher unweigerlich psychologische Veränderungen.
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Da Frauen zunehmend Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen erhalten und sich in Wettbewerbsbereichen engagieren, können Männer unerklärliche Ängste entwickeln.Das Aufkommen von Figuren wie „Xiao Shenyang” und „effeminierten Männern” spiegelt eine besondere Ausprägung des Trends der modernen Gesellschaft wider, der von weiblicher Stärke und männlicher Verletzlichkeit geprägt ist. Sollten Männer ihre angeborene Robustheit und Widerstandsfähigkeit aufgeben und ihre innere Feigheit mit einem vorgetäuschten „zarten” Auftreten à la „Vogel, der sich an einen Ast klammert” verbergen, wäre das völlig absurd und lächerlich.
Für Männer, die über den Großteil der gesellschaftlichen Ressourcen verfügen, muss die Ausübung von Rechten mit dem Mut einhergehen, entsprechende soziale Verantwortung und Pflichten zu übernehmen. Es geht nicht darum, kleinlich zu sein oder mit Frauen um einen bestimmten Feiertag oder eine bestimmte Formalität zu konkurrieren.Der Druck und die Verantwortung, die mit dem Mannsein einhergehen, lassen sich nicht durch einen bloßen „Männertag“ lösen – solche Feierlichkeiten sind lediglich symbolisch. Ein echtes Gleichgewicht der Geschlechterrechte in einer harmonischen Gesellschaft kann nur durch mehr Verständnis von Frauen gegenüber Männern und mehr Toleranz von Männern gegenüber Frauen erreicht werden.
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