Emotionale Bindung zwischen Mutter und Fötus
Encyclopedic
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Beobachtungen zeigen, dass die beschleunigte Herzfrequenz einer Mutter nach dem Weinen, obwohl sie dem Zustand der Zwerchfellschwingung ähnelt, zu dramatisch unterschiedlichen Aktivitätsmustern des Fötus führt. Mittlerweile liegen umfangreiche Erkenntnisse über die komplexen neurohormonellen Bahnen vor, die Mutter und Fötus verbinden.
Physiologisch gesehen besitzen Mutter und Fötus nicht nur ein gemeinsames Gehirn und autonomes Nervensystem, sondern auch unterschiedliche neuronale Netzwerke und Kreislauffunktionen. Diese neurohormonellen Bahnen stellen ein unschätzbares Mittel der emotionalen Kommunikation zwischen ihnen dar und spielen eine außerordentlich wichtige Rolle.
Zwar steuert das Gehirn zweifellos Verhalten und Denken, doch finden diese Prozesse in der Großhirnrinde, der äußeren Schicht des Gehirns, statt.Darüber hinaus ist bemerkenswert, dass die im Gehirn verarbeiteten Empfindungen und Gedanken im Hypothalamus – der selbst direkt mit der Großhirnrinde verbunden ist – in Emotionen umgewandelt und anschließend in Körperempfindungen umgewandelt werden.
Derzeit ist noch unklar, unter welchen Bedingungen das Nervensystem des Fötus am empfindlichsten auf Restneurohormone reagiert, die während der Stressreaktionen der Mutter ausgeschüttet werden, und auch die durch diese Neurohormone hervorgerufenen Veränderungen sind noch nicht vollständig geklärt.Jüngste Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass der Hypothalamus des Fötus zusammen mit dem endokrinen und autonomen Nervensystem, das er reguliert, am anfälligsten für solche Einflüsse ist. Die Mechanismen, die der Wahrnehmung mütterlicher Emotionen durch den Fötus zugrunde liegen, sind noch weitgehend unverstanden und erfordern weitere wissenschaftliche Untersuchungen, obwohl sie bereits erhebliche Aufmerksamkeit und Interesse in der Wissenschaft auf sich gezogen haben.
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