US-Spielbewertungssystem verhindert, dass Jugendliche schädlichen Inhalten ausgesetzt werden
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Statistiken zeigen, dass über 93 % der amerikanischen Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren Zugang zum Internet haben, wobei 78 % dieser jungen Nutzer Online-Spiele spielen. Ihre bevorzugten Genres sind Renn-, Puzzle-, Sport-, Action- und Strategiespiele. Gewalttätige Vorfälle aufgrund von Online-Spielsucht kommen in den Vereinigten Staaten immer häufiger vor.Im Oktober 2007 erschoss ein 16-jähriger Jugendlicher aus Ohio seine Mutter, nachdem sie ihm das Spielen von Videospielen verboten hatte, und wurde schließlich zu einer 23-jährigen Haftstrafe verurteilt. Im selben Jahr hungerten in Nevada ein Paar ihre beiden Kleinkinder aufgrund ihrer Besessenheit von Online-Spielen fast zu Tode.
Bereits 1996 erkannte die Psychologin Kimberly Young von der Universität Pittsburgh das Problem der Internetabhängigkeit. Sie gründete das „Internet Addiction Recovery Centre” in Pennsylvania, um Menschen bei der Überwindung ihrer Abhängigkeit zu helfen.Im vergangenen Jahr wurde auch in Seattle ein Rehabilitationszentrum für Internetabhängige eröffnet, das pro Sitzung sechs „Internetabhängige” aufnehmen kann. Jedes 45-tägige Behandlungsprogramm kostet 14.000 US-Dollar.
Experten weisen darauf hin, dass Internetabhängige häufig unter psychischen Qualen wie Angstzuständen und Verzweiflung leiden. Über die Hälfte der „Internetabhängigen” kämpft gleichzeitig mit anderen Abhängigkeiten, wie Alkohol, Tabak oder Drogen. 75 % der Internetabhängigen haben zwischenmenschliche Schwierigkeiten, was sie dazu veranlasst, Online-Chatrooms, Instant Messaging oder Online-Spiele als Mittel zu nutzen, um der Realität zu entfliehen und ihr Selbstvertrauen wieder aufzubauen.
Einige Psychologen plädieren dafür, „Internetabhängigkeit” als psychische Störung zu behandeln, obwohl in der Wissenschaft noch kein Konsens darüber besteht. Psychologen schlagen vor, Internetabhängigkeit durch Inhaltskontrollsoftware, psychologische Beratung und kognitive Verhaltenstherapie zu überwinden.
Die US-Regierung verwendet in erster Linie altersbasierte Klassifizierungssysteme, um Minderjährige vor expliziten Inhalten und Gewalt in Spielen zu schützen. Unter der Aufsicht der Federal Trade Commission stuft die gemeinnützige Entertainment Software Rating Board Spiele in sechs Stufen ein: geeignet für Kinder ab 3, 6, 10, 13 und 17 Jahren sowie beschränkt auf Erwachsene ab 18 Jahren.Die Einstufung „Adults Only” gilt für Spiele, die längere, intensive Gewalt oder explizite sexuelle Inhalte und Nacktheit enthalten. Zusätzlich werden verschiedene Gelb- und Rottöne verwendet, um die Intensität der Gewalt- und Sexualinhalte in Spielen anzuzeigen. Die FTC rät Eltern außerdem, die „Kindersicherung” auf Spielkonsolen oder Computern zu nutzen oder Filtersoftware zu installieren, um Minderjährige daran zu hindern, auf unangemessene Inhalte zuzugreifen.
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