Ist jede gute Medizin bitter? „Sauer” sagt: Ich weigere mich, sie zu schlucken
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Bei der bloßen Erwähnung des Konsums chinesischer Kräutermedizin denken die meisten Menschen sofort an einen bitteren Geschmack und rümpfen die Nase. Wie das Sprichwort sagt: „Gute Medizin schmeckt bitter“, und in den Köpfen vieler Menschen sind chinesische Kräuter gleichbedeutend mit Bitterkeit. In Wirklichkeit umfassen chinesische Kräuter jedoch alle fünf Geschmacksrichtungen: scharf, süß, sauer, bitter und süß. Kräuter mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen haben unterschiedliche therapeutische Wirkungen.Heute werden uns Spezialisten der Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin der Beijing Friendship Hospital dabei helfen, den „sauren“ Geschmack in chinesischen Kräutermedizin zu verstehen. Der „saure“ Geschmack in chinesischen Kräutermedizin Als grundlegender Geschmack wird Säure in erster Linie durch den Geschmack oder Geruch wahrgenommen, wenn sie durch saure Bestandteile stimuliert wird. So wie die Zunge beim Verzehr einer Zitrone eine scharfe Säure wahrnimmt oder die Nase beim Riechen von Essig eine stechende Säure wahrnimmt.Zahlreiche Substanzen enthalten saure Bestandteile, die überwiegend aus Pflanzen stammen, wie Reisessig, Essiggurken, grüne Pflaumen, schwarze Pflaumen, Weißdornbeeren und Zitronen. Dieses Gefühl entsteht in erster Linie dadurch, dass saure Verbindungen Wasserstoffionen dissoziieren und so die Geschmacksnerven im Mund und in der Nase stimulieren. Der saure Geschmack hat unter anderem die Funktion, Kalzium zu neutralisieren, Fischgeruch zu beseitigen, Fettigkeit zu durchbrechen, Frische zu verstärken und das Aroma zu intensivieren.
Die Säure in der chinesischen Kräutermedizin hat ihren Ursprung in der ursprünglichen Empfindung von Säure im Mund und in der Nase, die man im Alltag erlebt, doch ihre Bedeutung geht über die alltägliche Wahrnehmung hinaus. Als einer der „fünf Geschmacksrichtungen” innerhalb der Klassifizierung „vier Energien und fünf Geschmacksrichtungen” der chinesischen Kräuter geht ihre Essenz über die grundlegende Geschmacksempfindung von Säure hinaus. Sie wird in erster Linie durch ihre funktionellen Eigenschaften definiert, insbesondere durch ihre klinisch nachgewiesene Wirksamkeit beim „Adstringieren und Festigen”.
Die Wirksamkeit von „Sauer” Sauer schmeckende Kräuter besitzen adstringierende und zusammenziehende Eigenschaften, aber wie entfalten sie diese Wirkungen? Beobachtungen zeigen, dass die unmittelbare Reaktion auf die Einnahme saurer Substanzen oft zusammengepresste Lippen und gerunzelte Stirn sind – das grundlegendste Verständnis von „saurer Adstringenz”, das aus der Alltagserfahrung stammt.Durch kontinuierliche klinische Beobachtungen hat sich das Verständnis von „saurer Adstringenz“ natürlich allmählich gefestigt, wobei die zugrunde liegenden Prinzipien kontinuierlich verfeinert wurden.
Nach dem Eintritt in den Körper regen sauer schmeckende Kräuter die Magen-Darm-Kontraktion und eine verstärkte Peristaltik an und fördern so die Verdauungsfunktion. Gleichzeitig bewirken sie eine Kontraktion des Darmausgangs (Analsphinkter) und behandeln so chronischen Durchfall und weichen Stuhl.Darüber hinaus verengen säuerlich schmeckende Arzneimittel den Harnröhrenschließmuskel zur Behandlung von Harninkontinenz, sie verengen die Samenleiter zur Behandlung von nächtlichen Samenergüssen und Spermatorrhoe und sie verengen die Schleimdrüsen der Luftröhre und der Bronchien, wodurch sie schnell den Schleim reduzieren und chronischen Husten aufgrund von Lungeninsuffizienz behandeln.Sauer schmeckende Arzneimittel verengen die Schweißdrüsen und behandeln so starkes Schwitzen aufgrund einer konstitutionellen Schwäche; sie kontrahieren die glatte Gefäßmuskulatur, stoppen Kapillarblutungen und erzielen so eine blutstillende Wirkung; und sie verengen die Drüsen der weiblichen Vagina und Gebärmutter, reduzieren den Ausfluss, trocknen Feuchtigkeit und stoppen Leukorrhoe.
Dies sind Beispiele für die adstringierenden und festigenden Eigenschaften sauer schmeckender Kräuter. So festigen beispielsweise Schisandra chinensis und Schisandra chinensis (Wu Wei Zi) das Äußere, um das Schwitzen zu stoppen, und festigen die Essenz, um Samenerguss zu verhindern; Terminalia chebula und Rhus chinensis (Wu Bei Zi) festigen den Darm, um Durchfall zu stoppen; Prunus mume und Papaver somniferum (Ying Pu Ke) festigen die Lunge, um Husten zu unterdrücken; Cornus officinalis festigt die Essenz, um Samenerguss zu verhindern, und so weiter.
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