Können Patienten mit chronischer Nierenerkrankung Sojaprodukte konsumieren?
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China ist die Heimat der Sojabohne und das erste Land, das Sojaprodukte entwickelt und hergestellt hat, mit einer Geschichte des Sojaanbaus, die fünf Jahrtausende zurückreicht.
Sojabohnen sind reich an hochwertigem Eiweiß, und viele Menschen genießen Sojaprodukte. Allerdings hält sich seit langem der Volksglaube, dass „Patienten mit chronischer Nierenerkrankung keine Sojaprodukte konsumieren sollten”.
Ist diese Behauptung zutreffend? Müssen Menschen mit chronischer Nierenerkrankung wirklich auf Sojaprodukte verzichten? Warum hält sich diese Vorstellung so hartnäckig?
Soja als hochwertige Proteinquelle
In der Vergangenheit war man allgemein der Meinung, dass tierische Proteine einen höheren Gehalt an essenziellen Aminosäuren aufweisen, eine bessere Bioverfügbarkeit haben und weniger Stoffwechselabfälle produzieren. Umgekehrt glaubte man, dass Soja und Sojaprodukte einen höheren Gehalt an nicht essenziellen Aminosäuren haben, eine geringere Bioverfügbarkeit aufweisen und mehr Stoffwechselabfälle erzeugen.
Daher wurde Personen mit chronischer Nierenerkrankung geraten, Sojabohnen und Sojaprodukte zu meiden. Jüngste Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass ein moderater Verzehr von Sojaprodukten tatsächlich die Wiederherstellung der Nierenfunktion unterstützen kann.
Um diese Frage zu klären, wollen wir zunächst die ernährungsphysiologischen Eigenschaften des in Sojabohnen und Sojaprodukten enthaltenen Proteins untersuchen. Obwohl Sojaprotein pflanzlichen Ursprungs ist, enthält es im Vergleich zu Getreidekörnern einen höheren Anteil an Protein und essentiellen Aminosäuren.
Sojabohnen weisen einen Proteingehalt von 35–40 % auf, haben eine hohe Lysinkonzentration und ein günstiges Aminosäureprofil, was ihnen einen hohen Nährwert als hochwertige Proteinquelle verleiht.
Sojaprodukte – fermentierte oder nicht fermentierte Lebensmittel aus Sojabohnen, wie Sojamilch, Tofu und getrockneter Tofu – sind eine weitere wichtige Nahrungsquelle für hochwertiges Protein.
Darüber hinaus sind Sojabohnen arm an gesättigten Fetten und reich an ungesättigten Fetten, reich an Ballaststoffen und verschiedenen nützlichen sekundären Pflanzenstoffen wie Isoflavonen und Sojapeptiden.
Eine übermäßige Proteinzufuhr kann die Stoffwechselbelastung für Menschen mit chronischer Nierenerkrankung erhöhen.
Nach der Aufnahme in den Körper wird Protein in Stoffwechselabfallprodukte wie Kreatinin, Harnsäure und Harnstoff zerlegt, die größtenteils über die Nieren ausgeschieden werden.
Bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung führt eine verminderte Ausscheidungskapazität der Nieren dazu, dass eine erhebliche Proteinzufuhr zu einem deutlichen Anstieg der Stoffwechselabfälle im Körper führt, wodurch die Nieren zusätzlich belastet werden.
Eine proteinarme Ernährung reduziert die Produktion von Stoffwechselabfallprodukten wie Kreatinin und Blut-Harnstoff-Stickstoff deutlich und verlangsamt so den Rückgang der Nierenfunktion erheblich.
Eine übermäßige Einschränkung der Proteinzufuhr kann jedoch zu Mangelernährung führen. Die Kontrolle der Proteinaufnahme ist zwar unerlässlich, aber der Körper benötigt dennoch Protein für den Stoffwechsel. Um beiden Anforderungen gerecht zu werden, sollten hochwertige Proteinquellen bevorzugt werden.
Welche Ernährungsanforderungen gelten für Menschen mit chronischer Nierenerkrankung?
1. Begrenzen Sie die Aufnahme von pflanzlichen Proteinen wie Reis und Weizenprodukten. Bevorzugen Sie stattdessen hochwertige Proteinquellen wie Milchprodukte, Eier, verschiedene Fleischsorten und Sojaprotein als primäre Proteinquelle.
2. Ersetzen Sie Grundnahrungsmittel wie Reis und Weizenprodukte durch Alternativen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Lotuswurzeln, Wasserkastanien, chinesische Yamswurzeln, Taro und Kürbis.
3. Innerhalb der Grenzen der Proteinzufuhr sollten hochwertige Proteinquellen bevorzugt werden, um den Stoffwechselbedarf zu decken und den Abbau von Gewebeproteinen zu minimieren.
4. Wenn eine Kaliumrestriktion erforderlich ist, ist bei Obst, Kartoffeln, Kartoffelstärke und bestimmten Gemüsesorten Vorsicht geboten.
5. Bei Patienten mit vermindertem Appetit sollten Sie den Anteil an Kohlenhydraten und Pflanzenölen in der Küche erhöhen, um die erforderliche Energiezufuhr zu erreichen.
Aus den oben genannten Punkten geht hervor, dass Sojaprodukte reich an Nährstoffen sind und Sojaprotein eine hohe Qualität aufweist. Patienten mit chronischer Nierenerkrankung können Sojaprodukte in Maßen konsumieren, solange sie sich an eine proteinarme Ernährung halten.
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