Chili für die Potenz? Das Missverständnis über die Stärkung der Nieren, auf das 90 % der Männer hereinfallen
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Im Laufe der Geschichte wurden zahlreiche Lebensmittel mit der Steigerung der Potenz in Verbindung gebracht. Jüngste Forschungen amerikanischer Experten deuten jedoch darauf hin, dass die Wirksamkeit der folgenden fünf gängigen Lebensmittel in dieser Hinsicht fraglich ist. 1. Gewürze für Erregung und Potenz Viele asiatische Gewürze sollen das sexuelle Verlangen anregen.Dr. Alan Hossein von der Chicago Foundation for Aroma and Taste Therapy Research stellt jedoch fest, dass Messungen keine signifikante Veränderung der Penis- oder Vaginaldurchblutung nach dem Verzehr von Gewürzen zeigen. 2. Chili als Aphrodisiakum Viele Menschen in Indien und Südamerika glauben, dass Chilis in ihrer Erscheinung männlichen Genitalien ähneln, während ihr feuriger, scharfer Geschmack leidenschaftliche Liebe widerspiegelt.In Wirklichkeit besitzen die Inhaltsstoffe von Chilischoten lediglich antioxidative Eigenschaften, fördern den Stoffwechsel und lindern Schmerzen – sie haben jedoch keinerlei Einfluss auf die Steigerung der Potenz. 3. Trüffel als Aphrodisiakum Die alten Griechen und Römer waren fest davon überzeugt, dass Trüffel aphrodisierende Eigenschaften besitzen, eine Ansicht, die viele moderne Europäer beeinflusst hat.Laut dem renommierten amerikanischen Trüffelexperten James Trepp stimuliert der moschusartige Geruch von Trüffeln jedoch nur die Brunst von Schweinen; es gibt keine Hinweise darauf, dass er sich auf Menschen auswirkt.Untersuchungen der Psychologin und Sexualgesundheitsexpertin Linda Davison zeigen jedoch, dass der Hauptbestandteil von Schokolade, Kakao, zwar antioxidative Eigenschaften hat und den Blutdruck senkt, aber keinesfalls über Nacht zu sexueller Potenz verhilft. 5. Austern als Aphrodisiakum Austern gelten in westlichen Kulturen als aphrodisierende Delikatesse. Umfragen zeigen, dass 25 % der Menschen glauben, dass sie eine erregende Wirkung haben.Der Psychologe und Autor von „Fearless Sex”, Joey Davidson, vermutet, dass die charakteristische Form von Austern oft mit weiblichen Genitalien verglichen wird, was das männliche Verlangen psychologisch stimulieren könnte. Aus ernährungsphysiologischer Sicht enthalten Austern jedoch reichlich Mineralien und Spurenelemente wie Zink, die lediglich die systemische Immunität stärken können – eine Steigerung der Libido ist völlig unwahrscheinlich.
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