Vorsicht: Angststörungen bei Jugendlichen
Encyclopedic
PRE
NEXT
Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass Ihr eigenes Leben als Jugendlicher von unzähligen Sorgen geprägt war. Sorgen um die Schule, die Liebe und die Zukunft – je unwissender und unsicherer man sich selbst und die Welt gegenüber war, desto unruhiger und ängstlicher wurde man. Warum hatten wir in diesem Alter solche kontraintuitiven Gedanken, anstatt einfach nur unsere unbeschwerte Jugend zu genießen?
Oft heißt es: „Die Jugend kennt keine Sorgen.“In Wahrheit tragen Jugendliche ihre eigene Last. Der Druck in der Schule, die Verwirrung der ersten Liebe und die Beziehungen zu Familie, Gleichaltrigen und Freunden tragen zusätzlich zur wachsenden Belastung auf den jungen Schultern bei.Bedauerlicherweise begegnen viele Jugendliche diesen Problemen und aufgestauten Emotionen mit Vermeidung oder Schweigen. Mit der Zeit kann dies leicht zu psychischen Störungen wie jugendlichen Angststörungen führen. Daher ist es für die Jugendlichen selbst, aber auch für ihre Eltern und Lehrer unerlässlich, die Ursachen jugendlicher Angststörungen und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu verstehen.
Fallstudie: Li Moumou, ein 17-jähriger Junge mit vorbildlichem Charakter und hervorragenden schulischen Leistungen, hat eine eigensinnige und etwas obsessive Persönlichkeit. Nach seinen Abschlussprüfungen, bei denen seine Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückblieben, litt er unter Symptomen wie Herzklopfen, Atemnot, Nervosität, emotionaler Instabilität, Angstzuständen, Zittern und schneller Atmung. Diese Episoden traten innerhalb eines Jahres zweimal auf. Die Untersuchung im Krankenhaus ergab die Diagnose einer Angststörung im Jugendalter.Experten weisen darauf hin, dass solche Symptome bei Jugendlichen relativ häufig auftreten. Werden sie nicht rechtzeitig behandelt, kann dies ihre gesunde Entwicklung erheblich beeinträchtigen.
Empfohlene Lektüre: Sechs psychologische „Entgiftungsmethoden”
Jugendliche Angststörung verstehen
Die Pubertät ist eine Hochrisikophase für Angststörungen. In dieser Phase durchlaufen die Betroffenen eine beschleunigte körperliche und psychische Entwicklung, die einen entscheidenden Übergang markiert.Das Auftreten sekundärer Geschlechtsmerkmale ruft oft Gefühle der Verwirrung oder Ratlosigkeit hinsichtlich der körperlichen, physiologischen und psychischen Veränderungen hervor. Beispiele hierfür sind Mädchen, die sich wegen ihrer Brustentwicklung unsicher fühlen oder Angst vor der Menarche haben, oder Jungen, die unter sexuellem Verlangen, nächtlichen Samenergüssen oder Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen nach der Masturbation leiden. Diese Veränderungen haben erhebliche Auswirkungen auf den psychischen Zustand, die Emotionen und das Verhalten von Jugendlichen.
Jugendliche erleben aufgrund ihrer Neugier und ihres Unverständnisses oft Angst, Anspannung, Schüchternheit, Einsamkeit, Minderwertigkeitsgefühle und Stress. Dies kann mit Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit mit lebhaften Träumen, Benommenheit und Müdigkeit, Mundtrockenheit und Appetitlosigkeit, Herzklopfen und Atemnot, Nervosität, emotionaler Instabilität, Gewichtsverlust und Angstzuständen einhergehen.Die Patienten suchen häufig über einen längeren Zeitraum hinweg die Abteilungen für Innere Medizin und Neurologie auf, doch wiederholte Untersuchungen ergeben keine organische Pathologie. Solche Zustände werden in der Psychiatrie häufig als Angststörung im Jugendalter diagnostiziert.
Gefahren der Angststörung im Jugendalter
Unbehandelt gefährdet dieser Zustand das körperliche und geistige Wohlbefinden von Jugendlichen erheblich. Anhaltende Angstzustände können zu Neurasthenie führen, sodass eine rechtzeitige und angemessene Intervention erforderlich ist.Behandlung der Angststörung bei Jugendlichen Psychotherapie ist der primäre Ansatz, wobei kombinierte Therapien mit Medikamenten und anderen regulierenden Methoden oft zu günstigen Ergebnissen führen. Jugendliche sollten sich wissenschaftliche Kenntnisse über die physiologische Entwicklung aneignen und erkennen, dass Wachstum und Reifung universelle Prozesse sind, die weder übermäßige Sorge noch unangemessene Neugier erfordern. Wenn sie mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, sollten sie sich Rat suchen oder sich erfahrenen Älteren anvertrauen.Außerdem sollten sie Selbstvertrauen entwickeln, Minderwertigkeitsgefühle abbauen, vielfältige Interessen entwickeln und sich aktiv an Gruppenaktivitäten beteiligen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Angststörungen bei Jugendlichen eine häufige psychische Erkrankung sind. Eltern und Lehrer sollten mehr Aufmerksamkeit zeigen, Verständnis aufbringen und sich verstärkt um die Betroffenen kümmern. Wenn die Symptome schwerwiegend sind, über einen längeren Zeitraum anhalten oder das tägliche Leben und die schulischen Leistungen des Kindes erheblich beeinträchtigen, ist eine umgehende Konsultation eines Arztes oder ein Krankenhausbesuch erforderlich.
PRE
NEXT