Vorsicht vor „Altersangst”, die sich bei Männern mittleren Alters einschleicht
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„Phobie” befällt Männer mittleren Alters
Psychologische Fallstudie
Der Patient Daming ist 45 Jahre alt. Er trat nach seinem Universitätsabschluss im Alter von 23 Jahren in sein derzeitiges Unternehmen ein und ist nun seit 22 Jahren dort beschäftigt, jedoch immer noch nur stellvertretender Abteilungsleiter. Sollte er in den nächsten ein bis zwei Jahren keine Beförderung erhalten, könnten sich weitere Chancen als rar erweisen. Seine Sorgen werden noch dadurch verstärkt, dass die in diesem Jahr neu hinzugekommenen Kollegen außergewöhnliche Leistungen erbringen, was Damings Aussichten auf eine Beförderung schmälert.
Daming kann seine Ängste nicht seiner Frau anvertrauen, da sie ihm nicht helfen kann und nur nörgeln und die Sache noch komplizierter machen würde. Früher teilte er seine Sorgen mit Kollegen oder ließ gelegentlich online Dampf ab, aber in letzter Zeit hat er sogar die Lust verloren, sich jemandem anzuvertrauen.
Damings Angst vor dem Älterwerden schien über Nacht auf ihn zu kommen. Bei einem kürzlichen Klassentreffen war er zutiefst entmutigt, als er sah, wie seine Klassenkameraden vor seinen Augen Luxusautos fuhren und mit Designermarken prahlten. Diese Konfrontation war unerträglich für ihn und belastete seine Psyche schwer. Er empfand sich zunehmend als völlig nutzlos, da er den größten Teil seines Lebens lang gekämpft hatte, ohne etwas Bemerkenswertes erreicht zu haben.
Er wurde von unruhigen Gedanken geplagt: Sollte er den Job wechseln oder einfach kündigen, um sich selbstständig zu machen? Vielleicht nach Kanada oder Australien auswandern? Er quälte sich unaufhörlich mit dem Gedanken, dass er, wenn er seinen Kurs nicht änderte, niemals zu seinen Altersgenossen aufschließen würde – nicht einmal mit einer Rakete – und auch nicht mit dieser Ära ständig steigender Kosten Schritt halten könnte.
Doch egal, wie viele schlaflose Nächte Daming durchlitt, egal, wie tief er verzweifelte, er konnte der Realität seines fortschreitenden Alters nicht entkommen. Plötzlich hatte er das Gefühl, dass in dieser Lebensphase viele Träume bereits in weite Ferne gerückt waren und die unerfüllten für immer unerreichbar schienen. Er wusste wirklich nicht, wie er sich selbst vom Gegenteil überzeugen sollte.
Psychologische Analyse
Für viele Männer mittleren Alters ist beruflicher Erfolg von größter Bedeutung. Menschen wie Daming, denen es an nennenswerten beruflichen Erfolgen mangelt oder die mit Rückschlägen und Engpässen konfrontiert sind, entwickeln oft pessimistische und negative Gefühle gegenüber ihrem fortschreitenden Alter und ihren unerfüllten Ambitionen. Dies wird als „Altersangst” bezeichnet oder von Psychologen als „Midlife-Crisis” bezeichnet.
Das auffälligste Symptom ist ein tiefes Gefühl der Niedergeschlagenheit, das oft mit Schlaflosigkeit oder übermäßiger Schläfrigkeit, vermindertem Appetit und einem anhaltenden Gefühl des Unwohlseins einhergeht. Belastende Lebensereignisse verstärken diese Niedergeschlagenheit in der Regel noch, was zu existenziellen Zweifeln und einer pessimistischeren Lebenseinstellung führt und das Gefühl der Orientierungslosigkeit im mittleren Alter noch verstärkt.Solche Männer flüchten sich oft in Schweigen und Vermeidung; in schweren Fällen denken manche sogar über Selbstmord als Ausweg nach.
Wer jedoch psychologisch gut vorbereitet ist, kann die Turbulenzen der Midlife-Crisis relativ gelassen meistern.
Psychologische Rezept
Wenn man das mittlere Alter erreicht, ist es entscheidend, seine Richtung neu zu kalibrieren.Verlagern Sie den Fokus allmählich von äußeren Zielen auf innere Reflexion und kultivieren Sie Lebensweisheit, um psychische Belastungen zu lindern. Damit Männer mittleren Alters ihre „Altersangst” wirklich überwinden können, müssen sie lernen, ihre Bindungen an Reichtum, Beziehungen und Ansehen loszulassen. Natürlich steigern Menschen instinktiv ihre Lebenserwartungen. Dies hat einen positiven Wert als psychologischer Antrieb für die persönliche Weiterentwicklung und den gesellschaftlichen Fortschritt.Doch „Extreme kehren sich unweigerlich um”. Das Festhalten an unrealistisch hohen Erwartungen an das Leben könnte die psychologische Ursache dafür sein, dass manche Menschen wertvolle Zeit mit täglicher Melancholie und Unzufriedenheit verschwenden und nie die Freude und Erfüllung des Lebens erfahren. Je höher die Erwartungen, desto größer der psychologische Konflikt – eine Schlussfolgerung aus der Sozialpsychologie.
Darüber hinaus sollte Daming, egal wie beschäftigt er mit seiner Arbeit ist, die tägliche Gewohnheit des Lesens und Lernens beibehalten.Das einfachste Gegenmittel gegen Unruhe ist, Kraft im Wissen zu suchen. Menschen mit innerer Stärke lassen sich weniger von äußeren Umständen beeinflussen. Sollten Gefühle der Unterdrückung oder Niedergeschlagenheit beginnen, sein körperliches Wohlbefinden zu beeinträchtigen, könnte Daming eine längere Auszeit in Betracht ziehen – eine Rückkehr in die Heimatstadt seiner Jugend oder eine Auszeit auf einer abgelegenen Insel, um seinen Geisteszustand wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
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