Kann Anti-Glykation wirklich dem Altern entgegenwirken? Wie man sich der Glykationswissenschaft nähert
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Der Begriff „Anti-Glykation” und Anti-Aging hat in letzter Zeit das Internet im Sturm erobert, wobei viele schönheitsbewusste Frauen auf Zucker verzichten, in der Hoffnung, den Alterungsprozess zu verzögern. Aus ihrer Sicht führt der Konsum von Zucker zu Hautunreinheiten und Akne und kann sogar Hauterschlaffung, Hautabsackungen und Falten verursachen. Infolgedessen vermeiden zahlreiche Menschen Grundnahrungsmittel und verschiedene Obstsorten, um die Zuckeraufnahme zu minimieren. Aber bekämpft Anti-Glykation wirklich das Altern?
Kann Anti-Glykation wirklich der Hautalterung entgegenwirken?
Nicht alle Glykationsreaktionen schaden der Haut. Glykation tritt in zwei Formen auf: enzymatische Glykation, die dem Körper zugute kommt, und nicht-enzymatische Glykation. Enzymatische Glykation, die durch Enzyme katalysiert wird, ermöglicht die Bindung von Zucker an Proteine, wodurch Glykoproteine entstehen, die für die menschliche Gesundheit unerlässlich sind. Diese Glykoproteine besitzen Immunfunktionen, die zur Abwehr von Bakterien und Viren beitragen und gleichzeitig die Blutgerinnung und Wundheilung fördern.
Die andere Form ist die nicht-enzymatische Glykation, bei der große Mengen Zucker ohne enzymatische Wirkung direkt an Proteine binden und so sogenannte Advanced Glycation End Products (AGEs) bilden. Diese sind die Hauptursache für die Hautalterung. In junger, gesunder Haut spielen Kollagen und Elastin eine entscheidende Rolle: Ersteres sorgt für strukturelle Unterstützung, während Letzteres die Elastizität aufrechterhält.Wenn diese Proteine glykieren, nimmt ihre elastische Spannung ab, wodurch die Haut an Fülle verliert und die Hautalterung beschleunigt wird. Darüber hinaus stimulieren AGEs die Melanozytenproduktion und die Pigmentablagerung, was zur Bildung von dunklen Flecken führt, die das Hautbild beeinträchtigen.
Wie kann man Glykation wissenschaftlich bekämpfen?
1. Ändern Sie Ihre Zubereitungsmethoden für Lebensmittel
Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel bedeutet nicht, dass Sie vollständig auf Zucker verzichten müssen; auch die Zubereitungstechniken müssen angepasst werden. Da der Körper den größten Teil seiner Energie aus Zucker bezieht, kann ein vollständiger Verzicht auf Zucker die Glykoproteinsynthese verringern und möglicherweise zu Anämie, Hypoglykämie oder Unterernährung führen.Darüber hinaus variiert der Zuckergehalt der Lebensmittel, und Glykation ist nicht gleichbedeutend mit übermäßiger Glykation. Die tägliche Zuckeraufnahme sollte durch eine Änderung der Kochtechniken kontrolliert werden. Bei Kochmethoden mit hohen Temperaturen wie Kochen, Braten, Dämpfen und Frittieren entstehen fortgeschrittene Glykationsendprodukte (AGEs). Minimieren Sie außerdem den Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln, Backwaren und verschiedenen Milchtees.
2. Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel vor den Mahlzeiten
Da der Zuckerstoffwechsel des Menschen relativ ineffizient ist, erhöht der Verzehr von Desserts nach den Mahlzeiten die Stoffwechselbelastung und kann zu einer übermäßigen Kalorienaufnahme führen. Daher stillt der Genuss von Desserts vor den Mahlzeiten nicht nur das Verlangen, sondern hilft auch, eine Kalorienüberlastung zu vermeiden.
3. Kontrolle der Portionsgrößen
Da die meisten Desserts und Kuchen keine detaillierten Nährwertangaben enthalten, ist die Kontrolle der Kalorienaufnahme von entscheidender Bedeutung.So sollten beispielsweise Sahnetorten nicht größer als die Hälfte der eigenen Handfläche sein, Eierkuchen sollten auf ein oder zwei Stück begrenzt werden und verschiedene Süßigkeiten sollten in Maßen, maximal etwa drei Stück, verzehrt werden. Es ist auch wichtig, sich des Zuckergehalts in Lebensmitteln bewusst zu sein: Eine einzige Sahnesüßigkeit kann bis zu 20 Gramm Zucker enthalten, eine Flasche kohlensäurehaltiges Getränk enthält etwa 12 Gramm und 500 Milliliter gesüßte Getränke können 40 bis 50 Gramm Zucker enthalten.
4. Kombinieren Sie Desserts mit Gemüse
Übermäßiger Konsum von Süßigkeiten wirkt sich auf die Blutfett- und Glukosewerte aus. Kombinieren Sie Desserts daher mit ballaststoffreichen, fettarmen Lebensmitteln wie Gemüse, Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten. Diese unterstützen den Zucker- und Fettstoffwechsel und ergänzen gleichzeitig die B-Vitamine.
Freundliche Erinnerung
Im Handel erhältliche „Anti-Zucker”-Produkte sind weitgehend wirkungslos. Verschwenden Sie kein Geld dafür.Für eine gesunde, jugendliche Haut sollten Sie sich auf Ihre Lebensgewohnheiten konzentrieren: Achten Sie auf eine ausgewogene, umfassende Ernährung durch abwechslungsreiches Essen; vermeiden Sie verarbeiteten und raffinierten Zucker (z. B. Säfte, Kuchen, Milchtees); meiden Sie fettige, frittierte oder gegrillte Lebensmittel (z. B. Innereien, Hotpot, Barbecues); und treiben Sie regelmäßig Sport, um den Stoffwechsel anzuregen und Stoffwechselabfälle zu beseitigen.
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