Antwort: Was genau ist eine schmerzfreie Geburt?
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Während der Wehen komprimieren die Gebärmutterkontraktionen die Gebärmutterblutgefäße und verursachen eine Gebärmutterischämie. Wenn sich der Gebärmutterhals erweitert, werden die Muskeln dünner und die Bänder dehnen sich, wodurch sich die Nervenenden in diesen Geweben auf natürliche Weise verändern. Darüber hinaus übt der Fötus Druck auf den Geburtskanal aus, was zu den starken Schmerzen beiträgt, die die Mutter während der Geburt empfindet.
Derzeit werden zwei primäre Methoden der Wehenanalgesie angewendet: Die eine ist pharmakologisch und nutzt Anästhetika oder Analgetika zur Schmerzlinderung – dies ist das, was wir heute als schmerzfreie Geburt bezeichnen. Die andere ist nicht-pharmakologisch und nutzt pränatales Training und Anleitung zu Atemtechniken während der Gebärmutterkontraktionen, um die Wehenschmerzen zu lindern.Das Massieren schmerzhafter Stellen während der Wehen oder der Einsatz traditioneller chinesischer Medizin wie Akupunktur können ebenfalls in unterschiedlichem Maße zur Linderung der Wehenschmerzen beitragen und fallen ebenfalls unter die nicht-pharmakologische Schmerzlinderung.
Die pharmakologische Schmerzlinderung umfasst mehrere Ansätze, darunter systemische Medikamente, Regionalanästhesie und Inhalationsanästhesie.Derzeit werden in der klinischen Praxis zwei Hauptmethoden häufig angewendet:
Eine davon ist die spinal-epidurale Analgesie. Dazu gehören die Epiduralanästhesie und die kombinierte spinal-epidurale Anästhesie. Wenn die Zervixdilatation 3 Zentimeter erreicht und die Schmerztoleranz der Mutter ihre Grenze erreicht, injiziert der Anästhesist ein niedrig konzentriertes Lokalanästhetikum in den Subarachnoidalraum oder den Epiduralraum an der Taille der Mutter.Die Analgesie wird durch intermittierende Injektionen oder eine kontinuierliche Verabreichung über eine Infusionspumpe erreicht, wobei die Wirkung bis zum Ende der Entbindung anhält. Die Anästhesiekonzentration beträgt etwa ein Fünftel der für eine Kaiserschnittanästhesie verwendeten Konzentration. Diese geringere Konzentration gewährleistet ein schnelles Einsetzen der Wirkung, eine gute Kontrollierbarkeit und eine hohe Sicherheit. Diese schmerzfreie Entbindungsmethode ist derzeit der am weitesten verbreitete und effektivste Ansatz in großen Krankenhäusern. Die Mutter bleibt bei Bewusstsein und kann während des gesamten Entbindungsprozesses aktiv mitwirken und mitarbeiten.
Eine weitere Methode ist die Lachgasanalgesie. Lachgas ist ein Inhalationsanästhetikum. Dieses Gas hat einen leicht süßlichen Geschmack. Während der Wehenanalgesie wird es in einem bestimmten Verhältnis mit Sauerstoff gemischt inhaliert. Es hat keine nennenswerte hemmende Wirkung auf die Atmung oder den Kreislauf und auch keine nennenswerten Auswirkungen auf die Gebärmutter oder den Fötus.Die schmerzstillende Wirkung setzt innerhalb von Sekunden nach Einatmen der Mischung ein und lässt innerhalb von Minuten nach Beendigung der Inhalation nach. Unter Anleitung einer Hebamme ist diese Methode leicht zu beherrschen. Diese Methode erhält das Bewusstsein der Mutter aufrecht, erleichtert die Zusammenarbeit mit dem medizinischen Personal und kann die Dauer der Wehen verkürzen. In der klinischen Praxis kann es jedoch vorkommen, dass einige Frauen keine ausreichende Schmerzlinderung erfahren.
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