Analyse von 8 häufigen Ursachen für postnatale Depressionen
 Encyclopedic 
 PRE       NEXT 
Postnatale Depressionen sind ein häufiges Problem bei werdenden und jungen Müttern und verursachen Phasen emotionaler Instabilität wie unerklärliches Weinen oder schlechte Laune.
Was verursacht also postnatale Depressionen?
1. Genetische Faktoren
Frauen mit einer familiären Vorgeschichte von psychischen Erkrankungen, insbesondere Depressionen, haben eine höhere Inzidenz von postnatalen Depressionen.
2. Endokrine Faktoren
Schwangerschaft und Geburt führen zu erheblichen Veränderungen im endokrinen Milieu des Körpers. Insbesondere in den ersten 24 Stunden nach der Geburt bildet die abrupte Veränderung des Hormonspiegels die biologische Grundlage für postnatale Depressionen. Untersuchungen zeigen, dass die maximale Ausschüttung von Plazentasteroiden während der Schwangerschaft Euphorie auslöst, während der plötzliche Rückgang der Plazentasteroidsekretion nach der Entbindung depressive Symptome hervorruft.
3. Schwangerschaftsbezogene Faktoren
Untersuchungen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer postnatalen Depression umso höher ist, je mehr negative Lebensereignisse während der Schwangerschaft erlebt werden. Solche Ereignisse – darunter Arbeitslosigkeit, Krankheit und drohende Fehlgeburt – sind wichtige Auslöser für postnatale Depressionen.
Weitere Berichte deuten darauf hin, dass Frauen mit vorbestehender emotionaler Instabilität oder prämenstruellem Spannungssyndrom anfälliger für die Entwicklung einer postnatalen Depression sind.
4. Faktoren während der Wehen und der Entbindung
Erstgebärende Mütter in China haben oft kein Verständnis für den Geburtsvorgang, haben übermäßige Angst vor den Schmerzen während der Entbindung und erleben Anspannung und Angst im Zusammenhang mit der Geburt.Untersuchungen zeigen, dass psychische Anspannung während der Wehen zu neuroendokrinen Ungleichgewichten, Immunsuppression und anderen physiologischen Veränderungen führen kann. Diese können zu Uterusatonie, erhöhter Schmerzempfindlichkeit und verlängerten Wehen führen, was möglicherweise zu Dystokie und verstärkten Blutungen führt. Solche Komplikationen verstärken die Ängste und Belastungen der Mutter zusätzlich und erhöhen das Risiko einer postnatalen Depression.
5. Auswirkungen des Geburtsergebnisses
Schwangere Frauen haben unterschiedliche Bedenken hinsichtlich verschiedener Entbindungsmethoden. Im Vergleich zur natürlichen Geburt hat ein Kaiserschnitt größere psychologische Auswirkungen. Gleichzeitig sind ungünstige Geburtsergebnisse – wie Fruchttod, Totgeburt, angeborene Anomalien oder die Abneigung der Eltern gegen das Geschlecht des Kindes – auslösende Faktoren für eine postnatale Depression.Angst vor der Mutterrolle
Die meisten Frauen erleben zum ersten Mal Mutterschaft und können sich nicht mit der Mutterrolle identifizieren. Konflikte und Anpassungsschwierigkeiten in Bezug auf diese Rolle sowie die Unfähigkeit, den Druck der Mutterschaft zu bewältigen, tragen ebenfalls zur postnatalen Depression bei.
7. Einfluss traditioneller Praktiken
Der chinesische Brauch schreibt eine einmonatige Bettruhe nach der Entbindung vor. Während dieser Zeit sind Aktivitäten wie Lesen von Büchern, Zeitungen oder Fernsehen ebenso verboten wie das Verlassen des Hauses oder sogar des Bettes.Dies schränkt ihre sozialen Kontakte drastisch ein und beschränkt die junge Mutter auf einen engen Bereich, ähnlich wie bei einer Haftstrafe. Eine solche Isolation kann negative emotionale Reaktionen wie Langeweile, Reizbarkeit und erhöhte Sensibilität hervorrufen und damit die Anfälligkeit für postnatale Depressionen erhöhen.
8. Einfluss des familiären Umfelds
Ein Mangel an familiärer und gesellschaftlicher Unterstützung, insbesondere durch Ehemänner und ältere Menschen, stellt einen bedeutenden Risikofaktor für postnatale Depressionen dar.Untersuchungen zeigen, dass minimale praktische oder emotionale Unterstützung durch Partner, Eltern oder Kollegen in Verbindung mit zahlreichen negativen Lebensereignissen nach der Entbindung zu einer postnatalen Depression beitragen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ursachen der postnatalen Depression ernsthafte Aufmerksamkeit verdienen. Es sollten grundlegende Anpassungen vorgenommen werden, um ihrem Auftreten proaktiv vorzubeugen.
Weiterführende Literatur: Arten von Depressionen
1. Depressive Neurose
Auch als depressive Neurose bekannt, handelt es sich hierbei um eine mildere Form der Depression. Sie äußert sich in anhaltender Niedergeschlagenheit, oft begleitet von zahlreichen Symptomen einer Neurasthenie, mit einer allgemein günstigen Prognose.
2. Sekundäre Depression
Diese entsteht als Folge von körperlichen Erkrankungen wie Hepatitis, Influenza, Hypothyreose oder Morbus Addison oder als Nebenwirkung von Medikamenten wie Reserpin oder Kortikosteroiden.
3. Maskierte Depression
Die körperlichen Symptome sind deutlich ausgeprägt und können mehrere Systeme betreffen, wobei Schmerzen die häufigste Hauptbeschwerde sind. Die zugrunde liegenden depressiven Symptome bleiben tief verborgen, was bei mangelnder Wachsamkeit zu einer lang anhaltenden Fehldiagnose führen kann.
4. Menopausale Depression
Tritt erstmals während der Menopause auf und wird häufig durch psychische oder körperliche Faktoren ausgelöst. Typischerweise treten Symptome des menopausalen Syndroms auf, wobei Angstzustände und Depressionen die klinischen Manifestationen dominieren, während die kognitiven Funktionen intakt bleiben.
5. Postnatale Depression
Gekennzeichnet durch intensive Schuldgefühle, Minderwertigkeitsgefühle, Hass, Liebesentzug oder Abneigung gegenüber dem eigenen Kind. Weinen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Melancholie sind häufige Symptome bei Betroffenen dieser Form der Depression.
 PRE       NEXT 

rvvrgroup.com©2017-2026 All Rights Reserved