Kann häufiger Zuckerkonsum zu einer Sucht führen?
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Kann häufiger Zuckerkonsum zu einer Sucht führen? Die Antwort ist nicht eindeutig. Forscher haben herausgefunden, dass Zucker das Gehirn dazu anregt, Wohlfühlchemikalien – Serotonin und Dopamin – auszuschütten. Dies ähnelt zwar den Wirkungen bestimmter illegaler Drogen, jedoch ist die Ausschüttung in ihrer Menge begrenzt und kann noch nicht mit einer Drogenabhängigkeit gleichgesetzt werden. Kann also regelmäßiger Zuckerkonsum süchtig machen?
Kann häufiger Zuckerkonsum zu einer Sucht führen?
Ob Sie es nun Zuckersucht, Essstörung oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit nennen – Vorsicht ist geboten, wenn Sie Unwohlsein verspüren, wenn Sie Ihren Zuckerkonsum für eine gewisse Zeit einschränken.Dr. Kristi Jebstad, Sprecherin der American Dietetic Association, erklärt, dass Zuckerentzugserscheinungen auf einen niedrigen Blutzuckerspiegel zurückzuführen sind und sich in Form von Angstzuständen, Zittern oder kaltem Schweiß äußern können.
Verursacht übermäßiger Zuckerkonsum Diabetes? Es gibt zwar keinen direkten kausalen Zusammenhang, aber übermäßige Zuckeraufnahme, die zu Fettleibigkeit führt, kann Diabetes auslösen.
Ist Stärke auch Zucker? Stärke ist ein komplexes Kohlenhydrat, das im Körper in Einfachzucker zerlegt wird. Stärkehaltige Lebensmittel wie Reis, Weizen und Kartoffeln verursachen ähnliche Blutzuckerschwankungen wie der Verzehr von Zucker, wobei raffinierte Getreideprodukte besonders problematisch sind.
Sind zuckerfreie Diäten wirksam? Einige sogenannte zuckerfreie Diäten verlangen den Verzicht auf alle süßen Lebensmittel, einschließlich Obst, Milchprodukte und raffinierte Getreideprodukte. Die Ernährungswissenschaftlerin Christine Kirkpatrick von der Cleveland Clinic erklärt: „Solch drastische Ernährungsumstellungen sind unrealistisch. Wenn Ihr Ansatz nicht nachhaltig ist, werden Sie unweigerlich zu Ihren alten Gewohnheiten zurückkehren.“
Unabhängig davon ist Ihr Risiko, an Diabetes zu erkranken, höher als der Durchschnitt, wenn Sie eine Vorliebe für Süßes haben. Um diese Ernährungsgewohnheit wirklich zu ändern, sollten Sie die folgenden Schritte in Betracht ziehen:
1. Trainieren Sie Ihren Gaumen neu. Kirkpatrick rät: „Streichen Sie jede Woche ein zuckerhaltiges Lebensmittel aus Ihrer Ernährung, verzichten Sie auf Desserts nach dem Essen und reduzieren Sie nach und nach den Zusatz von Zucker in Lebensmitteln und Getränken. Mit der Zeit wird sich Ihr Gaumen daran gewöhnen und Sie werden weniger süße Geschmacksrichtungen genießen.“
2. Entscheiden Sie sich für gesündere Zuckerarten. Die Zuckerabhängigkeit aufzugeben bedeutet nicht, Zucker vollständig zu vermeiden, sondern gesündere Quellen wie frisches Obst zu wählen. Fettarme Milch und zuckerarmer Joghurt sind ebenfalls eine ausgezeichnete Wahl. Die Laktose in Milchprodukten ist wenig süß und liefert reichlich Eiweiß und Kalzium.
3. Vermeiden Sie künstliche Süßstoffe. Untersuchungen zeigen, dass der langfristige Konsum von Zuckerersatzstoffen das Verlangen nach Zucker verstärken kann.
4. Erhöhen Sie die Ballaststoffzufuhr. Ballaststoffreiche Lebensmittel fördern das Sättigungsgefühl, ohne den Blutzuckerspiegel in die Höhe zu treiben. Obst und Gemüse enthalten lösliche Ballaststoffe, während Vollkornprodukte unlösliche Ballaststoffe liefern.
5. Treiben Sie regelmäßig Sport. Sport heilt zwar nicht das Verlangen nach Zucker, aber er belebt Ihren Lebensstil und macht Sie empfänglicher für gesunde Gewohnheiten wie die Reduzierung der Zuckeraufnahme.Wenn Sie sich zu einer Veränderung pro Woche verpflichten, werden Sie vielleicht überrascht sein, dass Ihr Verlangen nach Zucker mit der Zeit allmählich nachlässt. Für die meisten Menschen sind gelegentliche süße Leckereien kein Problem. Das eigentliche Problem liegt im häufigen, übermäßigen Konsum. Dieser erhöht nicht nur die Empfindlichkeit Ihres Gaumens für Süßes, sondern trägt auch zur Gewichtszunahme bei. Unabhängig davon, ob dies zu einer Sucht oder zu Diabetes führt, sind solche Gewohnheiten schädlich für die allgemeine Gesundheit.
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