Regelmäßige Familienmahlzeiten steigern das Glücksempfinden
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Noch bevor das Abendessen beendet war, fragte Mama bereits: „Was möchtet ihr morgen essen?“ Mütter scheinen sich immer darüber zu beschweren, dass die Lebensmittelpreise zu hoch, die Auswahl zu begrenzt und die Auswahl der Mahlzeiten zu schwierig sind – aber das liegt daran, dass hinter ihrer Auswahl von Lebensmitteln eine tiefere Bedeutung steckt: Sie überlegt nicht nur, ob die Lebensmittel der Gesundheit ihrer Familie zuträglich sind und den unterschiedlichen Geschmäckern und Vorlieben aller gerecht werden, sondern stellt sich auch die Szene vor, in der die ganze Familie gemeinsam am Tisch sitzt.Die Mahlzeiten bilden das Herzstück des Familienlebens, und sie war dabei, diesen Moment selbst einzuläuten. Psychologische Forschungen der Harvard University zeigen, dass die regelmäßige gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten ein wichtiger Indikator für das Funktionieren einer Familie ist. Eine amerikanische Studie, die die „Kultur nach dem 11. September“ zusammenfasst, betont, dass die Amerikaner nach den Anschlägen mehr Wert auf familiäre Bindungen legten und gemeinsame freudige Momente schätzten, wobei eine der bedeutendsten Veränderungen die erneute Betonung des „häufigeren Essens zu Hause“ war.Der renommierte Pädagoge Herbert Spencer fragte seinen Sohn einmal: „Was ist das Schönste in deinem Leben?” Sein Sohn antwortete: „Wenn wir uns jeden Abend um den Tisch versammeln, um gemeinsam zu beten und zu plaudern.” Daher war das „Schätzen der gemeinsamen Mahlzeiten” schon immer ein Grundpfeiler von Spencers Philosophie der freudvollen Erziehung.
Liang Qiongbai, Moderator bei Huashi TV, der seit 20 Jahren Kochkurse gibt, bemerkte: „Ein Haushalt, in dem nicht selbst gekocht wird, mangelt es unweigerlich an Wärme. Nur ein Zuhause, das vom Duft des Essens und dem Klang familiärer Gespräche während der Mahlzeiten erfüllt ist, ist ein wirklich glückliches, harmonisches und warmes Zuhause. Daher geht es nicht nur darum, dass die Mutter zu Hause kocht, sondern dass die ganze Familie zum Essen nach Hause kommt.“
Jeder hat seine eigenen Essgewohnheiten
Zhang Jie ist seit zwei Jahren verheiratet, hat aber immer noch Schwierigkeiten, sich an die Essgewohnheiten der Familie ihres Mannes anzupassen. Ihre Schwiegermutter besteht darauf, die Portionen für ihren Sohn auszuwählen. Wenn beispielsweise geschmortes Schweinefleisch serviert wird, wählt sie sorgfältig aus dem Gericht aus – sie hebt ein Stück hoch, legt es wieder hin, wählt dann ein anderes aus ... oft dreht sie den ganzen Teller um, bis sie ein zufriedenstellendes Stück gefunden hat.Sie wurde jedoch dazu erzogen, dass man, sobald man sich ein Stück Essen ausgesucht hat, es ohne viel Aufhebens isst. Wie sollen andere essen, wenn man alles durchwühlt hat? Auch die Fernsehserie „Double-Sided Tape” zeigt zahlreiche Konflikte, die am Esstisch entstehen. Wenn zwei völlig unterschiedliche Familien zusammenkommen, bricht der Konflikt ihrer unterschiedlichen Haushaltskulturen auf diesem Schlachtfeld der gemeinsamen Mahlzeiten voll aus.
Was die Essgewohnheiten angeht, hat jeder Haushalt seine eigenen Regeln, mit Rezepten und Ritualen, die das Familienleben pflegen. Für manche Familien ist es einfach wichtig, zusammenzukommen, auch wenn auf dem Tisch nur Tiefkühlgerichte stehen. Andere genießen lieber die Hingabe eines bestimmten Familienmitglieds, das ein Gericht zubereitet, das tief in der Familiengeschichte verwurzelt ist.
Wichtig ist nicht die Häufigkeit gemeinsamer Mahlzeiten, sondern die Tiefe der Kommunikation, die Atmosphäre und das Gefühl unter den Familienmitgliedern am Tisch.
In einer Gesellschaft, die das persönliche Glück in den Vordergrund stellt, tendiert alles zum Individualismus: Jeder legt Wert auf seine eigenen Vorlieben, Interessen, Zeitpläne und seinen persönlichen Freiraum. Frauen, die sich für die Frauenbewegung einsetzen, verbringen weniger Zeit mit der Zubereitung von Mahlzeiten und sind nicht mehr bereit, ihre Rolle ausschließlich als Mutter zu definieren, die für die Versorgung mit Essen verantwortlich ist.
Je stärker jedoch die psychologische Unabhängigkeit von Jugendlichen ist, desto bedeutungsvoller werden gemeinsame Familienmahlzeiten.
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