Werden Fersenschmerzen immer durch Knochenwucherungen verursacht?
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Schmerzen auf einer oder beiden Seiten der Ferse, ohne Rötung oder Schwellung, die zu Schwierigkeiten beim Gehen führen, werden als Fersenschmerzen bezeichnet. Sie gehören zu den häufigsten Beschwerden bei Menschen mittleren Alters und älteren Menschen. Viele gehen davon aus, dass Fersenschmerzen ausschließlich durch Fersensporn verursacht werden, aber diese Ansicht ist nicht ganz richtig.
Wir haben einmal ein Experiment durchgeführt: Alle Personen mit Fersenschmerzen wurden gebeten, ihre Fußsohlen aneinander zu legen, während Röntgenaufnahmen von beiden Fersen in seitlicher Ansicht gemacht wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass viele Menschen mit Fersenschmerzen keine Knochensporne (Osteophyten) am betroffenen Fersenbein hatten, während das nicht betroffene Fersenbein Knochensporne aufwies.Natürlich gab es auch Fälle, in denen beide Seiten übereinstimmten. Dies deutet darauf hin, dass Fersenschmerzen nicht unbedingt durch Fersensporn verursacht werden und dass Menschen mit Fersensporn nicht unbedingt Fersenschmerzen haben müssen.
In Wirklichkeit können verschiedene Erkrankungen im Fersenbereich – darunter Knochen, Gelenke, Schleimbeutel und Faszien – Fersenschmerzen verursachen. Die häufigste Ursache ist eine Plantarfasziitis. Dabei handelt es sich um eine nicht-infektiöse Entzündung, die durch starke Schmerzen beim Aufwachen am Morgen gekennzeichnet ist, sich beim Gehen verschlimmert und über einen längeren Zeitraum anhält.
Die Plantarfaszie ist eine dreieckige Sehnenmembran unterhalb des Weichteilgewebes des Fußes. Ihr hinteres Ende ist schmal und verbindet sich mit der Fersenknochenauswuchs, während ihr vorderes Ende sich zu den Zehen hin auffächert. Ihre Hauptfunktion besteht darin, das Fußgewölbe zu stützen, für Elastizität zu sorgen und die Bodenreaktionskräfte zu absorbieren, wenn der Fuß beim Gehen auf den Boden auftrifft. Bei Überbeanspruchung oder abnormaler Belastung kann es zu Entzündungen kommen.Eine Plantarfasziitis betrifft vor allem Personen, die viel stehen oder gehen, und stellt eine chronische, leichte Verletzung dar. Die Schmerzen lokalisieren sich typischerweise in der Nähe der Ferse an der Fußsohle. Seitliche Röntgenaufnahmen der Ferse können Osteophyten (Knochensporne) an der medialen Ansatzstelle unterhalb des Fersenbeins oder eine Verdickung und erhöhte Dichte der Plantarfaszie im Fersenbereich zeigen. Das Vorhandensein oder Fehlen von Fersenspornen allein ist jedoch kein diagnostisches Kriterium für eine Plantarfasziitis.Die Behandlung von Fersenschmerzen umfasst sowohl pharmakologische als auch nicht-pharmakologische Ansätze, wobei die Physiotherapie den Kern der nicht-medikamentösen Interventionen bildet. Die spezifische Behandlung hängt von den individuellen Umständen ab.
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