Was unterscheidet Angstzustände von Depressionen? Wer ist anfällig für Angststörungen?
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Angststörungen und Depressionen sind klinisch gesehen beide sehr häufige psychische Erkrankungen, weisen jedoch unterschiedliche Merkmale auf. Obwohl sie häufig mit einer hohen Komorbiditätsrate auftreten, liegt der Hauptunterschied in der subjektiven Erfahrung: Angststörungen äußern sich in übermäßiger Sorge, Angst oder Unruhe, wobei manche Betroffene ein Gefühl des drohenden Untergangs verspüren.
Dies geht oft mit spürbaren körperlichen Veränderungen einher, wie Herzklopfen, Engegefühl in der Brust, Zittern oder Muskelzuckungen. Auch Schlaflosigkeit, die durch Einschlafschwierigkeiten gekennzeichnet ist, tritt häufig auf. Viele Angstpatienten leiden unter motorischer Unruhe, wie z. B. Herumlaufen oder Zappeln. Schmerzen sind ein weiteres häufiges Symptom, das sich typischerweise in Form von Kopfschmerzen oder Schmerzen im Nacken, in den Schultern und in den Rückenmuskeln äußert.
Aus persönlicher Sicht äußert sich eine Depression in erster Linie in einer anhaltend schlechten Stimmung. Die Betroffenen empfinden weniger Freude und Vergnügen und fühlen sich in schweren Fällen möglicherweise völlig unfähig, Glück zu empfinden.Dies geht mit einem deutlichen Interessenverlust und verminderter verbaler Aktivität einher und umfasst häufig Symptome wie Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, verlangsamtes Denken und verminderte Leistungsfähigkeit bei der Arbeit oder im Studium. Die Betroffenen hegen häufig pessimistische, negative Erwartungen an die Zukunft und empfinden möglicherweise sogar Verzweiflung angesichts ihrer Aussichten. In schweren Fällen können manche Patienten Selbstmordgedanken entwickeln oder sogar Selbstmordversuche unternehmen.
Wer ist anfälliger für Angststörungen?
1. Was das Geschlecht betrifft, so weisen Frauen eine höhere Prävalenz von Angststörungen auf als Männer, was eine bemerkenswerte geschlechtsspezifische Ungleichheit widerspiegelt. Was die Altersgruppen betrifft, so tritt die Erkrankung typischerweise häufiger im jungen Erwachsenenalter auf. Bei Frauen tritt Angst auch häufiger in der Perimenopause auf, die gemeinhin als Menopause bezeichnet wird.
2. Zu den Persönlichkeitsmerkmalen, die Menschen für Angstzustände prädisponieren, gehören übermäßige Vorsicht und Schüchternheit oder hohe selbst auferlegte Standards und Perfektionismus. Personen, die hohe Erwartungen an ihre Karriere, ihr Privatleben und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen stellen, sind ebenfalls anfälliger.
3. Personen mit einem ausgeprägten Fokus auf die eigene Gesundheit, die sich durch eine Tendenz zu übermäßiger Sorge um mögliche Krankheiten auszeichnen – oft als hypochondrische Tendenzen bezeichnet – fallen ebenfalls in diese Kategorie. Insgesamt haben die von uns skizzierten Faktoren – Geschlecht, Altersgruppe und Persönlichkeitsmerkmale – einen erheblichen Einfluss auf die Anfälligkeit für Angststörungen.
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