Warum rasieren sich Menschen mit Angststörungen die Haare? Wie groß ist der Einfluss der Haare auf Angststörungen?
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Menschen, die unter Angstzuständen leiden, neigen zu Haarausfall. Dies geschieht, weil Angstzustände eine Kontraktion der Arrector-pili-Muskeln auslösen. Eine anhaltende Anspannung der Kopfhautmuskulatur führt zu einer Stauung. Obwohl dies nicht sichtbar ist, führt es zu einer lokalen Durchblutungsstörung, wodurch die Nährstoffversorgung der Haare verringert wird. Mit der Zeit verschlechtert sich dadurch die Haarqualität, was zu grauem Haar und Haarausfall führt.
Bei langem Haar fällt Haarausfall stärker auf als bei kurzem Haar, was eine stärkere sensorische Stimulation bewirkt und die Angst der Betroffenen verstärkt.
Die Entscheidung für eine kurze Frisur reduziert nicht nur den Haarausfall, sondern mindert auch den „visuellen Schrecken“ des Haarausfalls unter vergleichbaren Bedingungen.
Linderung von Angstsymptomen
Bei Menschen mit Angststörungen sind Schwindel und Kopfschmerzen häufige Symptome während Panikattacken.
Bei Kopfschmerzen werden die Sinneswahrnehmungen verstärkt, insbesondere bei dichtem Haar.
Dichtes Haar kann dazu führen, dass sich der Kopf bei Angstzuständen schwerer anfühlt und sogar das Gefühl entsteht, dass jedes einzelne Haar anschwillt.
Das Rasieren der Haare dient daher als psychologisches Placebo zur Linderung von Angstzuständen.
Verhindern von selbstverletzendem Verhalten
Während einer Angstattacke finden Betroffene oft Linderung, indem sie sich an den Haaren ziehen, aber das ist kein gesunder Bewältigungsmechanismus!
Bei den meisten Menschen löst das Streicheln der Kopfhaut – insbesondere das Durchfahren der Finger durch die Haarwurzeln und nach unten – ein Kribbeln aus, das die geistige Entspannung fördert, bekannt als „Kopfhautentspannung”.Dieses Gefühl ist in Wellness-Praktiken und der traditionellen chinesischen Medizin dokumentiert.
Für Menschen, die unter Angstattacken leiden, ist dieses Maß an Entspannung jedoch unzureichend. Folglich greifen sie möglicherweise zu „Haare greifen”, „Haare zerren” oder „Haare ziehen”, um die Kopfhaut zu stimulieren und das Wohlbefinden zu steigern. Gleichzeitig verursacht dieses Verhalten Schmerzen, die paradoxerweise eine ernüchternde Wirkung haben. Daher finden Menschen in angstbesetzten Zuständen das Haareziehen oft besonders reizvoll.
Dieses Verhalten stellt jedoch eine milde Form der Selbstverletzung dar. Ohne Intervention eskaliert das Bedürfnis nach einer solchen Stimulation und kann dazu führen, dass sich die Betroffenen selbst verletzen, um ihre Angstzustände zu lindern.
Alternative Methoden zur Linderung von Angstzuständen:
1. Nehmen Sie in Ihrer Freizeit an aufbauenden Aktivitäten wie Yoga, Musikhören oder dem Lesen unterhaltsamer Romane teil.
2. Verbringen Sie Zeit mit Freunden und Familie. Wer die Einsamkeit bevorzugt, kann dennoch durch Online-Chats mit Freunden Freude finden.
3. Behalten Sie eine ruhige Geisteshaltung und ein ausgeglichenes Gemüt. Gehen Sie Aufgaben methodisch und mit Planung an; vermeiden Sie es, sofortige Ergebnisse zu erzielen.
4. Tragen Sie zu Hause bequeme Kleidung, üben Sie tiefe Bauchatmung und entscheiden Sie sich für leichte Mahlzeiten – all dies ist hilfreich, um Ängste zu lindern.
5. Treiben Sie Sport im Freien; frische Luft und körperliche Aktivität tragen erheblich zur Linderung von Angstzuständen bei.
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