Kindern Mathematik beibringen: Altersgerechte Strategien
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Manche Kinder entwickeln sich in allen Bereichen gut, mögen aber Mathematik nicht. Eltern können ihr Kind durch Spiele im Alltag fördern, um seine mathematisch-logische Intelligenz zu entwickeln. Die folgenden Tipps können dabei hilfreich sein.
Eltern berichten häufig, dass ihr Kind in allen Bereichen hervorragende Leistungen erbringt, außer dass es Zahlen nicht mag und ungenau im Rechnen ist. Andere bemerken das große Interesse ihres Kindes an Mathematik – ein Sechsjähriger beherrscht vielleicht das Übertragen bei der Addition, hat aber Schwierigkeiten mit der Berechnung „5 plus was ergibt 9?“. Solche Phänomene deuten auf eine unterentwickelte logisch-mathematische Intelligenz hin.
Was ist logisch-mathematische Intelligenz?
„Logisch-mathematische Intelligenz“ ist ein von westlichen Wissenschaftlern vorgeschlagenes Konzept. Der renommierte amerikanische Bildungspsychologe Professor Howard Gardner postulierte, dass Menschen mindestens sieben verschiedene Intelligenzen besitzen, darunter auch die logisch-mathematische Intelligenz. Diese Fähigkeit ist für die allgemeine intellektuelle Entwicklung und Lerneffizienz eines Kindes von entscheidender Bedeutung.Diese Intelligenz spiegelt die Sensibilität für logische Muster und Zusammenhänge, Aussagen und Aussagen, Funktionen und andere damit verbundene abstrakte Konzepte wider. Sie hilft bei der Analyse und Lösung von Problemen. Die Praxis zeigt, dass sich die logisch-mathematische Intelligenz eines Kindes durch das tägliche Leben und Lernen entwickelt. Daher führt die bewusste Förderung dieser Fähigkeit im familiären Umfeld oft zu doppelten Ergebnissen bei halbem Aufwand. Die folgenden Techniken können Eltern dabei helfen, die logisch-mathematische Intelligenz ihres Kindes zu entwickeln.
Methode 1: Cleveres Obstsortieren für Babys
Geeignetes Alter: ca. 1 Jahr
Die Eltern legen bewusst Äpfel und Orangen in eine Tüte, damit das Baby den Inhalt beobachten und identifizieren kann. Als Nächstes nehmen das Baby und die Eltern gemeinsam die Äpfel heraus und legen sie in eine andere Tüte; dann nehmen sie die Orangen heraus und legen sie in eine separate Tüte. Schließlich leiten Sie das Baby dazu an, auf eine Tüte mit Äpfeln zu schauen und „Äpfel” zu sagen.Zeigen Sie dann auf die Orangen in der anderen Tüte und sagen Sie „Orangen”.
Methode 2: Geschirr spülen – die „Wiederholungsaufgabe”
Geeignetes Alter: ca. 2 Jahre
Babys sind fasziniert von Wasser und den Blasen, die durch Spülmittel entstehen. Stellen Sie eine große Schüssel bereit und legen Sie das gesamte benutzte Geschirr vom Essen hinein. Lassen Sie das Baby und die Eltern es gemeinsam spülen.Nach dem ersten Spülgang stapelt der Elternteil die Schüsseln, während das Kind die Essstäbchen zusammenlegt. Wechseln Sie dann zu sauberem Wasser für einen weiteren Spülgang – dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden. Stapeln Sie zum Schluss die Schüsseln ordentlich im Schrank und helfen Sie dem Kind, die Essstäbchen in den Essstäbchenhalter zu legen.
Methode 3: Nehmen Sie Ihr Kind mit zum Einkaufen
Geeignetes Alter: ca. 3 Jahre
Bevor Sie zum Einkaufszentrum fahren, sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie heute neue Kleidung für es und einen Rasierer für Papa kaufen wollen.Bei Ihrer Ankunft schlendern Sie mit Ihrem Kind durch das Erdgeschoss. Fragen Sie es, welche Artikel auf dieser Etage verkauft werden und wozu sie dienen (z. B. Kosmetika – für Mama). Führen Sie es zu der Etage, auf der Kinderbekleidung verkauft wird, und zeigen Sie ihm, wo seine Kleidung verkauft wird. Nehmen Sie gemeinsam die Rolltreppe (oder die Treppe) und zählen Sie die Etagen, während Sie zur gewünschten Etage hinaufsteigen.Kaufen Sie dann Papas Rasierer und ermutigen Sie Ihr Kind, zu beobachten und zu beschreiben, welche anderen Artikel auf der Rasierklingenetage verkauft werden.>Geeignetes Alter: ca. 4 Jahre
Holen Sie Fotos Ihres Kindes heraus und schauen Sie sie sich gemeinsam an. Bitten Sie Ihr Kind, zu beschreiben, wie alt es auf jedem Foto war und wo es aufgenommen wurde. Wählen Sie dann mehrere Fotos aus (die deutliche Altersunterschiede zeigen) und lassen Sie Ihr Kind sie in chronologischer Reihenfolge seines Wachstums (vom jüngsten zum ältesten) anordnen. Kleben Sie die Fotos in dieser Reihenfolge auf einen langen Papierstreifen und hängen Sie ihn im Kinderzimmer auf.
Methode 5: Szenen nachstellen, Fotos in Reihenfolge bringen
Geeignetes Alter: ca. 5 Jahre
Schauen Sie sich gemeinsam Urlaubsfotos an und wählen Sie dann mehrere Bilder vom selben Ausflug aus. Bitten Sie Ihr Kind, diese in der Reihenfolge zu ordnen, in der sie aufgenommen wurden, und besprechen Sie dabei, was die einzelnen Personen auf den Fotos tun.Beispielsweise bei Fotos von einer Bootsfahrt: Fügen Sie Aufnahmen vor dem Einsteigen, kurz nach dem Einsteigen, von der Mutter, die das Baby auf dem Deck hält, vom Kind, das ein Familienfoto macht, und vom Aussteigen hinzu.
Methode 6: Den Tisch für eine Gruppe decken
Geeignetes Alter: ca. 6 Jahre
Führen Sie Ihr Kind zu Hause in die Konzepte der Multiplikation und Division ein, indem Sie den Tisch decken. Angenommen, sieben Personen essen an diesem Tisch. Bestimmen Sie, wie viele Essstäbchen, Löffel, Schüsseln und Teller benötigt werden. Verwenden Sie ein praktisches Spiel zum Berechnen:„Richtig! Wir brauchen ein Paar Essstäbchen für jeden dieser sieben Plätze. Wie viele Paare sind das? Sieben Paare? Sehr gut! Jedes Paar besteht aus zwei Essstäbchen, also sind es bei sieben Paaren insgesamt vierzehn Essstäbchen. Nun ordnen wir die Schüsseln an – wie viele Reisschüsseln benötigen sieben Personen?“ Dieses Konzept der Eins-zu-Eins-Entsprechung lässt sich zu gegebener Zeit ganz natürlich auf die Konzepte der Multiplikation und Division ausweiten.
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