Eltern sollten geschickt auf die Neugier ihrer Kinder in Bezug auf Geschlechterfragen eingehen
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Im Alter von zwei oder drei Jahren entwickeln Kinder Neugierde für ihr eigenes Geschlecht und möchten verstehen, wie Jungen und Mädchen „sein sollten“. Wie sollten Eltern in dieser Phase reagieren?
Fallstudie: Die zweijährige Lingling ist normalerweise sehr schüchtern. Besonders nachts, wenn ihre Mutter ihr Zimmer verlässt oder das Licht ausschaltet, bevor sie einschläft, bekommt sie Angst und bricht in Tränen aus. Ihre Mutter sagt ihr oft, sie solle lernen, so mutig wie ein Junge zu sein.
Lingling bemerkte, dass der kleine Junge von nebenan, der oft zu Besuch kam, tatsächlich mutiger war als sie, aber er hatte keine Zöpfe. Sie kam zu dem Schluss, dass sie, wenn sie sich die Haare kurz schneiden ließe, ein Junge werden und natürlich mutiger werden würde. Eines Tages erzählte sie ihrer Mutter ganz unschuldig, dass sie sich die Zöpfe abschneiden und die Haare ganz kurz schneiden lassen wolle, genau wie der kleine Junge, damit sie auf jeden Fall mutig werde.Ihre Mutter war sowohl amüsiert als auch verärgert.
Geschlechtsunterschiede: Mit der Zeit immer größer werdend
Experten glaubten einst, dass männliche und weibliche Hormone das Gehirn „formen”. Studien an ungeborenen Mäusegehirnen zeigten jedoch, dass Unterschiede in der Menge und Art der männlichen und weiblichen Gene bereits vor dem Wirken der Hormone existierten.Das bedeutet jedoch nicht, dass Geschlechtsunterschiede unveränderlich sind. Kanadische Forschungen zeigen, dass Jungen zwar von Geburt an aktiver sind als Mädchen, diese Ungleichheit jedoch während der Kindheit durch elterliche und gesellschaftliche Einflüsse verstärkt wird.
Anmerkung: Das Gehirn von Jungen ist etwas größer als das von Mädchen, doch Mädchen weisen stärkere Verbindungen zwischen der linken und rechten Gehirnhälfte auf. Beide Geschlechter nutzen bestimmte Gehirnregionen effektiv und entwickeln so ihre eigenen Lernansätze.Mädchen entwickeln in der Regel schneller Sprachfähigkeiten, Sinneswahrnehmung und kognitive Fähigkeiten, während Jungen sich etwas später entwickeln, Mädchen jedoch in bestimmten visuellen und räumlichen Aspekten oft übertreffen. Jungen und Mädchen: Ihre eigenen Vorbilder Kinder ahmen in der Regel gerne ihre Eltern nach, was ihnen hilft zu verstehen, was von Jungen oder Mädchen erwartet wird.Mädchen ahmen möglicherweise ihre Mütter nach und spielen gerne mit Spielzeugküchen, während Jungen oft Spielzeugpistolen und Klettergerüste bevorzugen oder die Sprachmuster und das Verhalten ihrer Väter nachahmen. Sie freuen sich, wenn sie als „große Jungs” oder „tapfere Kerle” bezeichnet werden. Natürlich kann es in der frühen Kindheit gelegentlich zu Überschneidungen bei der Nachahmung von Geschlechterrollen kommen.
Tipp: Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie einen Jungen sehen, der mit den High Heels seiner Mutter spielt. Manchmal ahmen Kinder einfach einen Erwachsenen nach, nicht unbedingt einen bestimmten Mann oder eine bestimmte Frau. Solange das Kind Spaß daran hat, sollten Sie sich nicht einmischen, mit welchen Spielsachen oder Spielen es spielt. Andernfalls könnten Sie seine Begeisterung für die Entwicklung vielfältiger Interessen dämpfen. Mit der Zeit werden Kinder ganz natürlich herausfinden, welche Art von Kleidung sie wirklich mögen oder welche Aktivitäten ihnen Spaß machen.
Geschlechtsneutrales Spielzeug: Geeignet für Kinder in dieser Phase
Vor dem dritten Lebensjahr haben Kinder nur ein vages Verständnis ihres eigenen Geschlechts. Für sie sind die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen ein Geheimnis, das ihre Neugier weckt. In dieser Phase geht es ihnen eher darum, Spielzeug nach ihren eigenen Vorlieben auszuwählen. Wenn Eltern diese Gelegenheit nutzen, um Geschlechtererziehung zu betreiben, kann dies die gesunde Entwicklung der Sexualpsychologie des Kindes wirksam fördern.Die Auferlegung starrer traditioneller Geschlechternormen schränkt jedoch den Lernumfang und die Lernwege der Kinder ein. Dies erschwert nicht nur ihre Entscheidungen, sondern kann auch ihr Potenzial und ihre Möglichkeiten einschränken, ihre gesamte Bandbreite an Persönlichkeitsmerkmalen zu entdecken.
Tipp: Ermöglichen Sie Kindern, Geschlechterrollen schrittweise zu verstehen, und bieten Sie ihnen geschlechtsneutrales Spielzeug an, damit sie zu ihrem natürlichsten Zustand zurückkehren können. Eltern sollten die Eigenschaften und Fähigkeiten ihres Kindes beobachten und wertschätzen und ihm die notwendige Unterstützung und Freiräume bieten, ohne dabei zwischen Jungen und Mädchen zu unterscheiden.
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