Die Ursachen häuslicher Gewalt
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Derzeit sind unsere Ehe- und Familiensysteme nach wie vor männerzentriert, wobei sich die rechtliche Gleichstellung nicht in praktischer Gleichstellung niederschlägt. Chinas langjährige Tradition, Söhne gegenüber Töchtern zu bevorzugen, perpetuiert die Vorstellung der männlichen Vorherrschaft und der Unterordnung der Frau, wobei Frauen lediglich als Anhängsel der Männer behandelt werden. Diese rückständige feudale Denkweise besteht in einigen Regionen bis heute fort. Viele Männer betrachten sich als Herren der Frauen, während einige Frauen glauben, dass sie von Männern abhängig sein müssen. Diese kulturelle Dynamik begünstigt häusliche Gewalt.
Soziale Faktoren
1. Bestimmte gesellschaftliche Diskurse fördern nach wie vor traditionelle Geschlechterrollen und vertreten die Ansicht, dass Frauen sich an die drei Gehorsamkeiten und vier Tugenden halten und sich ganz der Familie widmen sollten. Unter dem subtilen Einfluss der Medien beginnen viele Frauen, diese überholten Vorstellungen zu übernehmen.
2. Es gibt nach wie vor unzureichende soziale Interventionen. Das alte chinesische Sprichwort „Selbst der aufrichtigste Beamte kann keine häuslichen Streitigkeiten lösen” behandelt häusliche Gewalt als private Familienangelegenheit und fördert die Vorstellung, dass „Familienschande nicht öffentlich gemacht werden sollte”. Dieser Ansatz hat dazu geführt, dass Missbrauch ungehindert eskalieren konnte und den Opfern nur wenige Möglichkeiten zur Hilfe bleiben.
3. Der zunehmende gesellschaftliche Druck führt zu wachsender emotionaler Belastung, wobei einige Männer zu häuslicher Gewalt greifen, um ihre Frustration abzureagieren.
Wirtschaftliche Faktoren
Die wirtschaftliche Abhängigkeit von Frauen von Männern führt zu einem starken Ungleichgewicht innerhalb der familiären Beziehungen und versetzt Männer in eine Position der absoluten Dominanz. Innerhalb dieser ungesunden Geschlechterdynamik befinden sich Frauen in einer völlig benachteiligten und passiven Position. Dieses Phänomen ist in unterentwickelten Regionen besonders ausgeprägt.
Rechtliche Faktoren
Die derzeitige chinesische Gesetzgebung weist gewisse Mängel auf, die sich vor allem in dem Fehlen spezifischer Gesetze und Vorschriften zur Bekämpfung häuslicher Gewalt äußern.Bestimmten Bestimmungen fehlen klare Definitionen und konkrete Sanktionen, wodurch sie in der Praxis nicht anwendbar sind.
Individuelle Faktoren
1. Mangelndes zivilrechtliches Bewusstsein. Sowohl Täter als auch Opfer erkennen häusliche Gewalt oft nicht als rechtliches Problem an und betrachten sie fälschlicherweise als private Angelegenheit, die außerhalb des rechtlichen Eingreifens liegt.
2. Die benachteiligte Position von Frauen. Derzeit sind Frauen in Bezug auf wirtschaftliche Ressourcen, Bildungsniveau und körperliche Stärke nach wie vor in einer schwächeren Position als Männer. Sie benötigen daher mehr Unterstützung durch die Gesellschaft und das Gesetz.
3. Probleme, die den Tätern selbst innewohnen. Viele Täter weisen ausgeprägte Charakterfehler auf, wie z. B. ein gewalttätiges Temperament, exzentrische Persönlichkeiten und mangelnde Selbstbeherrschung. In Wirklichkeit sind die meisten Täter häuslicher Gewalt zutiefst unsichere Personen.
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