Drei häufige Missverständnisse in der Familienerziehung
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Warum Kindern Innovationsfähigkeit fehlt
Derzeit gibt es in der chinesischen Familienerziehung ein bedeutendes Missverständnis: Kinder sollen „gut erzogen” sein. Dabei wird „gut erzogen” mit hervorragenden schulischen Leistungen gleichgesetzt, und von den Kindern wird verlangt, dass sie den Erwartungen ihrer Eltern und Lehrer entsprechen. Bemerkenswert ist jedoch, dass es für das chinesische Konzept „gut erzogen” keine direkte Entsprechung im Englischen gibt.
Durch die Erziehung aufeinanderfolgender Generationen solcher „braver Kinder” wird jungen Menschen oft der unabhängige Freiraum genommen, den sie benötigen, um Selbstvertrauen und ein positives Selbstbild aufzubauen. Dies kann sogar ihr Innovationspotenzial subtil unterdrücken und steht für eine Erziehungsphilosophie, die übermäßig viel Wert auf die soziale Konformität von Kindern legt.Warum sind schelmische Kinder in den Reihen der sogenannten „Spitzenstudenten” ständig abwesend? Die Erklärung ist einfach: Im Vergleich zur natürlichen Unruhe von Jungen neigen Mädchen eher dazu, fleißig zu lernen, ruhig zu bleiben und Ärger zu vermeiden – was perfekt mit dem gesellschaftlich akzeptierten Standard „braver” Kinder übereinstimmt.
Während solche Musterschüler Anerkennung verdienen, behaupte ich, dass auch diese widerspenstigen, schelmischen Kinder wertvolle Eigenschaften besitzen.Nehmen wir zum Beispiel Schüler, die während des Unterrichts zappeln. Obwohl sie häufig von Lehrern zurechtgewiesen werden, kommen sie nach jeder Ermahnung mit neuer Energie zurück. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber „Rückschlägen” übertrifft somit bei weitem die von „Musterschülern”. Die Fähigkeit, die eigene Denkweise zu regulieren und Widrigkeiten zu ertragen, ist eine wertvolle Kompetenz, die es ihnen ermöglicht, den Herausforderungen des Lebens mit Optimismus und Positivität zu begegnen – eine Eigenschaft, die ihnen beim Eintritt in die Gesellschaft von großem Nutzen sein wird.
Warum sich der Horizont der Kinder verengt hat
Inmitten der Globalisierung geht die moderne Familienerziehung über traditionelle „abgeschottete” Ansätze hinaus, und Schulen fungieren nicht mehr nur als physische Einrichtungen. Kinder genießen heute bessere Lehrmittel und Einrichtungen als je zuvor. Dennoch müssen wir uns fragen: Warum hat sich ihr Horizont verengt?Sie beschäftigen sich nur mit unmittelbaren Angelegenheiten. Wo ist der Geist des „Diskutierens über Helden bei einem Glas Wein” geblieben? Wo ist der Ehrgeiz, sich für die Zukunft der Nation und die Ideale der Menschheit einzusetzen, der in früheren Generationen so offensichtlich war?
Die Ursache liegt in unserer Familienerziehung, die sich übermäßig auf akademisches Wachstum konzentriert und wenig Raum lässt, um Kindern heroische Ideale zu vermitteln.International ist die starke Unterstützung chinesischer Familien für die Schulbildung weithin anerkannt. Doch diese intensive Konzentration auf Wissen ist auch ein entscheidender Faktor für die Verengung des Horizonts der Kinder. Warum Kinder das Zuhause meiden Ich beobachte, dass die meisten Eltern in ihren Gesprächen das Konzept der „Kindheit” immer noch auf das reine „Schülerdasein” reduzieren.So wird das Leben eines Kindes auf die einseitige Ausrichtung auf Erfolg reduziert, was zweifellos mit hohen Kosten verbunden ist. Das Wesen der „Kindheit” geht weit über das Wesen des „Studentenlebens” hinaus. Kinder müssen nicht nur in der Schule hervorragende Leistungen erbringen, sondern auch verschiedene Rollen innerhalb der Familie und der Gesellschaft insgesamt ausfüllen. Folglich sollte die Familie nicht nur als „Lernort” für Kinder dienen, sondern auch als ihr „geistiger Zufluchtsort”.Warum sträuben sich heute so viele Studenten dagegen, in den Ferien nach Hause zurückzukehren? Gerade weil das Zuhause in ihren Augen zu einem „zivilisierten Gefängnis” geworden ist, in dem ihre Eltern sie den ganzen Tag lang zum Lernen drängen. Einige Eltern bestehen heute darauf, die Hausaufgaben ihrer Kinder zu beaufsichtigen, was ich für fragwürdig halte.
Im Wesentlichen müssen sich Kinder an die familiäre Erziehung anpassen, während sich die familiäre Erziehung auch an die Kinder anpassen muss – es ist ein wechselseitiger Prozess. Derzeit gestalten die meisten Eltern die Beziehung zwischen familiärer und schulischer Erziehung jedoch einseitig, indem sie die familiäre Erziehung ausschließlich auf die Schule ausrichten und damit zahlreiche Möglichkeiten zur Charakterbildung ihrer Kinder opfern. Tatsächlich können auch Schulen die familiäre Erziehung unterstützen, und vorbildliche Eltern sollten diese zufälligen Erziehungsmöglichkeiten nutzen.
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