Was tun bei Durchfall während der Schwangerschaft?
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Ist Durchfall während der Schwangerschaft häufig? Um diese Frage zu beantworten, muss man zunächst die Ursachen verstehen. Der häufigste Auslöser ist eine Darminfektion, die durch Krankheitserreger wie Salmonellen, Shigellen, Viren oder Protozoen verursacht wird. Im Sommer sollte auch eine Lebensmittelvergiftung als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.Durchfall während der Schwangerschaft ist eindeutig nicht normal und kann zu einer Fehlgeburt oder Frühgeburt führen! Maßnahmen/Methoden: Vorübergehend auf Essen verzichten. Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um den durch den Durchfall verlorenen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere Kaliumionen, auszugleichen und gleichzeitig die verlorenen Kalorien wieder aufzunehmen. Für die werdende Mutter leicht verdaulichen, flüssigen Reisbrei zubereiten. Bei leichten Symptomen kann Fasten ausreichend sein.Beobachten Sie während der Rehydrierung den Fötus genau auf Anzeichen seines Wohlbefindens und auf Anzeichen einer Fehlgeburt oder vorzeitigen Wehen. Sollten Anomalien beim Fötus auftreten, suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, um Komplikationen zu vermeiden, die zu einer Fehlgeburt oder Frühgeburt führen können. Wenn solche Risiken ausgeschlossen sind, können je nach Schweregrad des Durchfalls vorsichtig Medikamente verabreicht werden.Gängige Antibiotika und Medikamente gegen Protozoen können Nebenwirkungen und in einigen Fällen Fehlbildungen des Fötus verursachen. So hat sich beispielsweise gezeigt, dass Metronidazol, ein häufig verwendetes Medikament, bei Labortieren teratogene Wirkungen hat. Es ist daher während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimester, kontraindiziert. Andere antimikrobielle Wirkstoffe wie Sulfonamide, Tetracycline und Chinolone können sich sowohl auf die Mutter als auch auf den Fötus nachteilig auswirken und sollten ebenfalls vermieden werden.Opioidhaltige Antidiarrhoika sollten nicht verwendet werden, da sie das übermäßige Wachstum von Bakterien und wiederkehrende Infektionen begünstigen und dadurch den Zustand verschlimmern können. Milde Antidiarrhoika wie Kaolin und Pektin können zur Behandlung von Durchfall bei Schwangeren sicher eingesetzt werden. Diese absorbieren Wasser und reduzieren die Darmmotilität.Medizinische Kohletabletten können ebenfalls in Betracht gezogen werden, und Smecta ist ebenso sicher. Dieses oktaedrische Montmorillonit besitzt eine große Adsorptionsfläche, wird vom Körper nicht aufgenommen und kann Wasser absorbieren. Über diese Eigenschaften hinaus adsorbiert es bestimmte pathogene Bakterien und bietet somit eine doppelte Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Durchfall und Infektionen, wodurch es absolut sicher und wirksam ist.Im Allgemeinen sind Erythromycin und Ampicillin sowohl für die Mutter als auch für das Baby sicher. Probiotika wie Lizhu Changle oder Zhengchangsheng können ebenfalls verabreicht werden, um die Darmflora zu regulieren, die Gesundheit zu fördern und Krankheitserreger zu bekämpfen.
Bei der Behandlung von Durchfall bei Schwangeren muss das Stadium der Schwangerschaft berücksichtigt werden. Tritt Durchfall bei einer Frau kurz vor der Entbindung auf, sollte eine Bettisolierung für Darminfektionskrankheiten durchgeführt werden, um das Kind und andere Mütter zu schützen. Für die antiinfektiöse Behandlung können Antibiotika auf Penicillinbasis wie Ampicillin oder Wirkstoffe auf Cephalosporinbasis ausgewählt werden, da diese für Mutter und Kind relativ sicher sind.Wichtige Überlegungen: Durchfall bei Schwangeren erfordert besondere Aufmerksamkeit, wobei die Sicherheit von Mutter und Kind Vorrang hat. Die Behandlung muss symptomatisch erfolgen, Medikamente sollten mit Bedacht eingesetzt werden und Maßnahmen sollten unverzüglich ergriffen werden. Bei Befolgung der oben genannten Maßnahmen normalisiert sich die Darmfunktion in der Regel innerhalb von 24 bis 96 Stunden. Bei anhaltenden Symptomen sollten eine bakterielle Stuhlkultur und Empfindlichkeitstests sowie eine Untersuchung auf Darmprotozoen und Parasiten durchgeführt werden.Falls erforderlich, sollte vorsichtig eine Koloskopie durchgeführt werden, um eine entzündliche Darmerkrankung auszuschließen. Was die Behandlung von Durchfall in der Schwangerschaft angeht, sollten sowohl werdende Mütter als auch ihre Partner im Alltag wachsam sein. Vermeiden Sie den wahllosen Einsatz von Medikamenten gegen Durchfall, da diese dem ungeborenen Kind erheblichen Schaden zufügen können.
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