Warum sollte man ein Weinglas nicht bis zum Rand füllen?
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Bei Weinausstellungen oder Banketten werden Sie feststellen, dass Sommeliers ein Glas nie ganz füllen, wenn sie Rotwein einschenken, sondern bei etwa einem Drittel oder sogar weniger aufhören. Viele fragen sich: Warum füllen sie es nicht bis zum Rand? Gibt es bestimmte Regeln dafür, wie viel man einschenken darf?
Es gibt keine feste Regel dafür, wie viel Rotwein man auf einmal einschenken darf, aber in der Regel erreicht er etwa ein Drittel der Höhe des Kelches. Aber warum?
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Wie allgemein bekannt ist, besitzt Wein eine lebendige Essenz. Ähnlich wie eine elegante „schlafende Schönheit” beginnt er nach dem Entkorken und Einschenken in ein Glas allmählich zu erwachen. Der Auslöser für dieses Erwachen ist Luft.
Durch das Einschenken von einem Drittel wird die Oberfläche des Weins, die der Luft ausgesetzt ist, maximiert (im Vergleich zum Füllen des Glases bis zum Rand oder darüber hinaus), sodass die „schlafende Schönheit” im Glas schneller erwachen kann.
Wenn man zu viel auf einmal einschenkt, verringert sich die Oberfläche, die der Luft ausgesetzt ist, und der Erwachungsprozess wird behindert.
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Wenn man ein Drittel einschenkt, bleibt im Glas genügend Platz, um ausreichend Weindampf zu speichern. Wenn Sie den Wein genießen, nimmt Ihre Nase zuerst die im Glas verbleibenden Aromen wahr – ein garantiert genussvolles Erlebnis.
Wenn Sie das Glas vollständig füllen, verteilt sich das Bouquet des Weins in der Luft und sein berauschender Duft verflüchtigt sich.
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Es ist allgemein bekannt, dass das Schwenken des Glases eine bessere Interaktion des Weins mit Sauerstoff ermöglicht (weitere Informationen zum Schwenken finden interessierte Leser unter:Warum Wein schwenken? Die umfassendste Antwort, die ich je gesehen habe! ). Ein Überfüllen verhindert das richtige Schwenken und erschwert die Beobachtung der Tränen des Weins.
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Wie bereits erwähnt, ist Rotwein eine elegante Schlafende Schönheit, und sein Genuss erfordert Anmut. Ein Glas auf einmal voll einzuschenken ist weder elegant noch optisch ansprechend und erhöht die Gefahr des Verschüttens.
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Außerdem sollte man beim Servieren anderen Personen nacheinander kleine Mengen einschenken. Der Grund dafür ist, dass sich die Geschmacksintensität zwischen dem unteren und oberen Teil der Flasche unterscheidet. Unabhängig vom Grund ist es daher am besten, das Glas zu etwa einem Drittel zu füllen.
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