Was verursacht übermäßiges Schwitzen?
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Schwitzen ist eine völlig normale Körperfunktion, wobei es individuelle Unterschiede gibt. Beispielsweise neigen schwerere Menschen dazu, mehr zu schwitzen, während schlankere Menschen weniger schwitzen – beides liegt im normalen Bereich. Es ist wichtig, zwischen physiologischem Schwitzen und pathologischem Schwitzen zu unterscheiden. Pathologisches Schwitzen, oder Hyperhidrose, kann im Allgemeinen als Ausdruck einer Funktionsstörung des zentralen Nervensystems zusammengefasst werden.Die traditionelle chinesische Medizin führt Schwitzen auf ein Ungleichgewicht von Yin und Yang zurück. Unabhängig von den Wetterbedingungen – ob heiß, kühl oder sogar im Winter – schwitzen manche Menschen stark, manchmal sind sie sogar schweißgebadet. Selbst geringfügige Aktivitäten oder das Essen können zu starkem Schwitzen führen, wobei der Schweiß ihren gesamten Körper bedeckt. Was verursacht übermäßiges Schwitzen?
Schwitzen lässt sich in zwei Kategorien einteilen:
(1) Ein normales physiologisches Phänomen während Stoffwechselprozessen.
1.Während des Wachstums und der Entwicklung im Kindesalter ist der Stoffwechsel sehr aktiv, wodurch relativ mehr Wärme und Abfallprodukte entstehen, sodass Kinder mehr schwitzen als Erwachsene. 2. Das Nervensystem von Kindern ist noch nicht vollständig entwickelt. Die sympathischen Nerven, die die Schweißdrüsensekretion steuern, können während des Schlafs die Regulierung durch das Gehirn verlieren, was zu einer vorübergehenden Erregung und vermehrtem Schwitzen führt. Dies klingt in der Regel innerhalb von zwei bis drei Stunden ab. Es tritt häufiger bei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren auf und nimmt mit zunehmendem Alter allmählich ab.
(II) Pathologische Hyperhidrose. Die medizinische Klassifizierung des Schwitzens umfasst spontanes Schwitzen, Nachtschweiß, Schädelschwitzen, hemisphärisches Schwitzen und palmar-plantare Hyperhidrose, wobei spontanes Schwitzen und Nachtschweiß am häufigsten vorkommen. Spontanes Schwitzen bezeichnet unprovoziertes, unwillkürliches Schwitzen, das typischerweise tagsüber in nicht heißen, nicht anstrengenden Umgebungen auftritt.Nächtliches Schwitzen wird medizinisch als Schweißausbruch während des Schlafs definiert, der nach dem Aufwachen aufhört. Natürlich werden auch zahlreiche andere Schweißmuster kategorisiert. Bestimmte Fälle von spontanem und nächtlichem Schwitzen werden medizinisch als pathologisch eingestuft und stehen oft im Zusammenhang mit Grunderkrankungen. Diese können auf Störungen des zentralen Nervensystems zurückzuführen sein. Spontanes Schwitzen steht in Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen, darunter fieberhafte Zustände wie Fieber, Lungenentzündung und rheumatisches Fieber.
Darüber hinaus können endokrine Störungen wie das menopausale Syndrom ebenso dazu beitragen wie Stoffwechselerkrankungen wie Hyperthyreose. Allgemeine medizinische Zustände wie hypoglykämische Episoden bei Diabetes oder sauerstoffarme Angina pectoris bei koronarer Herzkrankheit können ebenfalls Schweißausbrüche verursachen. Bestimmte Medikamente, wie z. B. Aspirin, können Schweißausbrüche auslösen. Die Ursachen für spontanes Schwitzen sind also vielfältig.Bei Kindern kann Rachitis aufgrund von Kalziummangel zu übermäßigem Nachtschwitzen während des Schlafs führen, begleitet von Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit, einer ausgeprägten Stirn und verzögertem Zahnen. Anämie, rheumatische Erkrankungen und Unterernährung können ebenfalls zu verstärktem Schwitzen beitragen. Dies kann auf fieberhafte Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder psychologische Faktoren zurückzuführen sein.
Hypoglykämie: Kann zu Blässe, kaltem Schweiß und Zittern der Hände und Füße führen.
Hyperthyreose: Patienten zeigen eine erhöhte Wärmeempfindlichkeit und Schweißausbrüche, neben Symptomen wie gesteigertem Appetit, Gewichtsverlust trotz erhöhter Nahrungsaufnahme, häufigem Stuhlgang, Herzklopfen und Nervosität.
Diabetes mellitus: Tritt häufig mit abnormalem Schwitzen aufgrund einer autonomen Neuropathie auf, zusammen mit Polyphagie, Polydipsie, Polyurie und Gewichtsverlust.
Phäochromozytom: Charakterisiert durch starkes, oft paroxysmales Schwitzen (manchmal anhaltend), begleitet von Herzklopfen, Handzittern und kalten Extremitäten. Die Anfälle gehen häufig mit ausgeprägter Hypertonie einher.Darüber hinaus können auch Personen mit Bluthochdruck und Frauen in den Wechseljahren unter Hyperhidrose leiden.
Spontanes Schwitzen: Häufiges Schwitzen am Tag, das durch körperliche Anstrengung verstärkt wird, ist oft auf eine Qi- oder Yang-Schwäche zurückzuführen. Die Behandlung kann wärmende und tonisierende Mittel umfassen.
Nächtliches Schwitzen: Schwitzen während des Schlafs, das nach dem Aufwachen aufhört, häufig bei Personen mit Yin-Mangel mit übermäßiger Hitze oder chronischen Erkrankungen, besonders häufig bei Tuberkulosepatienten.Nasenschwitzen: Tritt bei emotionaler Erregung, mentaler Anspannung, Arbeitsermüdung oder übermäßigem Sprechen auf, wobei Schweiß aus dem Nasenrücken und den Nasenflügeln austritt. Häufig bei allergischer Rhinitis und Personen mit geschwächtem Immunsystem, die anfällig für Erkältungen sind. Stirnschwitzen: Beschränkt sich auf die Stirnregion und ähnelt manchmal dem Dampf, der aus einem Dampfgarer aufsteigt. Häufig bei Personen mit übermäßiger Yang-Energie und hyperaktiver Verdauungsfunktion.
Hemiplegisches Schwitzen: Bezeichnet starkes Schwitzen auf einer Seite des Körpers, während die gegenüberliegende Seite wenig bis gar nicht schwitzt. Tritt häufig bei jungen Menschen mit hypertensiver Enzephalopathie, renaler Hypertonie, Schlaganfall, Hemiplegie oder Paraplegie auf. Hemiplegisches Schwitzen kann durch Erkrankungen wie Hemiplegie, die zu einem Ungleichgewicht der Gliedmaßen führt, oder Paraplegie verursacht werden. Die Traditionelle Chinesische Medizin führt dies auf eine gestörte Qi- und Blutzirkulation und blockierte Meridiane zurück.
Herzbedingtes Schwitzen: Bezieht sich auf übermäßiges Schwitzen im Bereich zwischen Brustbein und Brüsten, das häufig auf übermäßige Sorgen, Grübeln, Schreck oder Angst zurückzuführen ist, die das Herz und die Milz schädigen. Häufig bei Intellektuellen, die unter geistiger Überlastung leiden.
Perineales Schwitzen: Schweißbildung, die auf den Damm und die äußeren Genitalien beschränkt ist und häufig mit gynäkologischen Erkrankungen wie Vulvitis oder Vaginitis einhergeht. Kann auch mit übelriechendem perinealem Schweiß einhergehen.
Bromhidrose: Schweiß mit einem fuchsartigen Geruch, verursacht durch eine abnormale Sekretion der apokrinen Drüsen in den Achselhöhlen. Tritt häufiger bei jungen und mittleren Altersgruppen auf, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.
Einseitiges Schwitzen am Kopf: Das Schwitzen tritt nur auf einer Hälfte des Kopfes auf, während die andere Hälfte trocken bleibt. Dieser Zustand entsteht durch Geschlechtsverkehr nach einer schweren Krankheit, was zu einem doppelten Mangel an Yin und Yang und einer Anfälligkeit für Kälte führt.
Palmar- und Plantarhyperhidrose: Tritt vor allem in Zeiten von Anspannung, Aufregung oder bei öffentlichen Reden auf. Manifestiert sich häufig in der Pubertät und wird oft auf psychischen Stress zurückgeführt.
Was verursacht übermäßiges Schwitzen? Das Obige gibt einen kurzen Überblick. Es sollte nun klar sein, dass bei Auftreten eines dieser Symptome eine umgehende ärztliche Konsultation ratsam ist, um die Diagnose zu bestätigen und eine Verzögerung der Behandlung zu vermeiden.
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