Welche Gesundheitsrisiken birgt nukleare Strahlung?
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Was ist Kernstrahlung?
Einfach ausgedrückt bezeichnet Kernstrahlung die Energie, die von radioaktiven Substanzen in Form von Wellen oder Teilchen abgegeben wird.
Sowohl bei nuklearen Explosionen als auch bei nuklearen Unfällen kommt es zu Kernstrahlung. Diese tritt in drei Formen auf: Alpha- (α), Beta- (β) und Gamma- (γ) Strahlung. Alpha-Strahlung kann durch ein einzelnes Blatt Papier abgeblockt werden, ist jedoch bei Einatmen sehr schädlich.β-Strahlung besteht aus hochenergetischen Elektronen, die bei Hautkontakt sichtbare Verbrennungen verursachen. γ-Strahlung ähnelt Röntgenstrahlung, dringt in den menschlichen Körper und Strukturen ein und stellt über große Entfernungen eine Gefahr dar. Zwar weisen zahlreiche Substanzen im Kosmos und in der Natur Radioaktivität auf, doch sind ihre Risiken in der Regel begrenzt. Nur radioaktive Stoffe, die durch nukleare Explosionen oder Unfälle in Kernkraftwerken freigesetzt werden, können zu zahlreichen Opfern führen. Radioaktive Substanzen können durch Einatmen, Aufnahme über Hautwunden oder Verschlucken in den Körper gelangen und zu einer inneren Strahlenbelastung führen.Gammastrahlung kann eine bestimmte Entfernung durchdringen und vom Körper absorbiert werden, was zu einer externen Strahlenexposition führt.
Zu den Symptomen einer Strahlenkrankheit aufgrund innerer und äußerer Strahlenbelastung gehören: Müdigkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit, Hautrötungen, Geschwüre, Blutungen, Haarausfall, Leukämie, Erbrechen und Durchfall. Außerdem kann sie das Auftreten von Krebs, Missbildungen und genetischen Störungen erhöhen und die Gesundheit mehrerer Generationen beeinträchtigen. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Strahlungsenergie vom Körper absorbiert wird, desto schwerer sind die Symptome der Strahlenkrankheit und desto höher ist das Risiko für Krebs und Missbildungen.
Einstufung der nuklearen Strahlung
Die durch nukleare Strahlung verursachten Schäden für den menschlichen Körper hängen von der Dauer und der Dosis der Exposition ab. Im Folgenden sind die Folgen einer Strahlenexposition (in Millirem) aufgeführt:
1: Strahlendosis bei einer Röntgenuntersuchung des Beins oder Arms;
8: Jährliche Strahlung von Baumaterialien;
10: Strahlendosis während eines Fluges;
60: Strahlung im menschlichen Körper;
700: Strahlung bei einer Gehirnuntersuchung;
5000: Jährliche berufliche Strahlenexposition.
10.000: 1 zu 130 Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken;
60.000–100.000: Auftreten verschiedener Strahlenkrankheiten;
200.000–450.000: Haarausfall, schwere Bluterkrankungen, wobei einige Personen innerhalb von 2 bis 6 Wochen sterben;
450.000–800.000: Fortschreiten bis zum Endstadium innerhalb von 30 Tagen.
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