Welche Gesundheitsrisiken birgt eine Chromüberladung?
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Gelatine, die aus in Gerbereien verarbeitetem, mit Alaun gegerbtem Leder gewonnen wird, weist häufig eine starke Chrombelastung auf, die die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet. Was genau ist Chrom und welche Gefahren birgt die Chrombelastung für die menschliche Gesundheit?
Experten erklären, dass Chrom ein blau-weißes, mehrwertiges metallisches Element ist, das häufig als zweiwertige, dreiwertige oder sechswertige Verbindung vorkommt.Es ist hart und spröde, korrosionsbeständig und wird häufig in Edelstahl und ähnlichen Produkten verwendet. Chrom ist auch ein essentielles Spurenelement für den menschlichen Körper. Eine übermäßige Chromaufnahme birgt jedoch erhebliche Gesundheitsrisiken, wobei die Toxizität je nach Valenzzustand variiert. Während zweiwertiges Chrom nur eine minimale Toxizität aufweist, zeigt dreiwertiges Chrom im menschlichen Körper leicht eine Toxizität.
Eine längere, erhebliche Aufnahme von dreiwertigem Chrom beeinträchtigt das Antioxidanssystem des Körpers und erhöht die Anfälligkeit für chronische oxidative Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck. Darüber hinaus macht diese beeinträchtigte antioxidative Abwehr den Menschen anfälliger für neoplastische Erkrankungen, die mit einer abnormalen Zellproliferation einhergehen.
Im Vergleich zu dreiwertigem Chrom weist sechswertiges Chrom eine deutlich höhere Toxizität auf, die etwa 100-mal so hoch ist wie die seines dreiwertigen Gegenstücks. Klinisch manifestieren sich die durch sechswertiges Chrom und seine Verbindungen verursachten Schäden für den menschlichen Körper in der Regel auf drei Arten.Erstens schädigt es die Haut und verursacht Dermatitis, Pharyngitis und ähnliche Erkrankungen. Zweitens schädigt es die Atemwege und löst Lungenentzündung, Bronchitis und damit verbundene Erkrankungen aus. Drittens beeinträchtigt es das Verdauungssystem; versehentliche Einnahme oder längere Exposition gegenüber Chromatsalzen führt leicht zu Gastritis, Magengeschwüren und Darmgeschwüren.
Experten betonen außerdem, dass eine übermäßige Aufnahme von sechswertigem Chrom zu schwerem Nierenversagen oder sogar Krebs führen kann.
Eine längere Exposition gegenüber Chromionen in erhöhten Konzentrationen kann einerseits die Nierentubulusfunktion beeinträchtigen – eine Erkenntnis, die in Tierversuchen beobachtet wurde – und andererseits zur Tumorentwicklung beitragen. Dies gilt insbesondere für bösartige Tumore wie Lungenkrebs und Speiseröhrenkrebs, die mit einer langfristigen Aufnahme von Chromionen in Verbindung gebracht werden.
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