Vorsicht bei der Einnahme von Medikamenten gegen Durchfall
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Mit Beginn der schwülen Sommermonate greifen viele Menschen zu kalten Getränken, um sich abzukühlen, während andere kontaminierte Lebensmittel zu sich nehmen, was zu einem Anstieg der Patienten mit Bauchschmerzen und Durchfall führt. Nach Durchfall behandeln sich viele Patienten oft aufgrund persönlicher Erfahrungen selbst und verfallen dabei zahlreichen Irrtümern. Bei der Verwendung von Medikamenten gegen Durchfall ist Vorsicht geboten. Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Erklärung.
Medikamente gegen Durchfall
Durchfall ist eigentlich ein Schutzmechanismus des Körpers, der pathogene Bakterien und deren Toxine zusammen mit schädlichen Substanzen, die in den Magen-Darm-Trakt gelangen, ausstößt und so deren toxische Wirkung auf den Körper verringert. Die sofortige Einnahme von Mitteln gegen Durchfall in diesem Stadium ist vergleichbar mit dem „Verschließen der Tür, um den Dieb im Haus zu halten”.Grundsätzlich sind Medikamente gegen Durchfall nur bei nicht-infektiösem Durchfall geeignet. Bei infektiösem Durchfall sind sie in der Regel kontraindiziert, insbesondere in der akuten Phase, wenn entzündliche und toxische Symptome (wie hohes Fieber) ausgeprägt sind und blutiger Stuhlgang auftritt. In solchen Fällen ist ihre Verwendung absolut verboten.Bei häufigem, anhaltendem Durchfall mit Dehydrierung können Antidiarrhoika jedoch unter der Voraussetzung einer systemischen Antibiotikatherapie und der Korrektur von Wasser-Elektrolyt-Störungen in Betracht gezogen werden.
Analgetika
Da während des Durchfalls Bauchschmerzen auftreten können, nehmen einige Patienten regelmäßig Analgetika wie Atropin-Tabletten ein. Diese Praxis ist nicht ratsam.Analgetika können die Erkrankung verschleiern oder verschlimmern. Bei älteren Glaukompatienten können sie die Erkrankung auslösen oder verschlimmern. Bei leichten Bauchschmerzen kann das Auflegen einer Wärmflasche auf den Bauch Linderung verschaffen. Personen mit starken Bauchschmerzen sollten Analgetika nur unter ärztlicher Anleitung einnehmen.
Antibiotika
Viele Patienten greifen bei den ersten Anzeichen von Durchfall zu Antibiotika wie Co-Trimoxazol oder Norfloxacin. Diese Vorgehensweise ist falsch. Durchfall lässt sich in zwei Kategorien einteilen: infektiös und nicht infektiös. Antibiotika sind bei nicht infektiösem Durchfall unwirksam, der stattdessen mit Verdauungshilfen oder Ernährungsumstellungen behandelt werden sollte.Selbst bei infektiösem Durchfall (häufig verursacht durch Escherichia coli, Shigella, Pseudomonas aeruginosa oder Proteus-Arten) sollten Antibiotika nicht übermäßig eingesetzt werden. Antibiotika können zwar pathogene Mikroorganismen eliminieren, sie stören jedoch auch die normale Flora des Körpers, was zu Dysbiose und bakterieller Resistenz führt. Akuter Durchfall kann somit chronisch werden, was die Behandlung erschwert.Daher ist es bei der Auswahl von Antibiotika ratsam, zunächst eine Stuhlkultur durchzuführen, um die spezifischen pathogenen Bakterien zu identifizieren, und dann das gegen diesen Stamm wirksamste Antibiotikum zu verabreichen.
Mikroökologische Präparate
Mikroökologische Präparate wie Peifekang, Lizhu Changle, Zhengchangsheng, Letuoer und Lactobacillus-Tabletten stellen das mikroökologische Gleichgewicht im Darm wieder her, indem sie nützliche Darmbakterien ergänzen. Sie regulieren die Magen-Darm-Funktion und lindern Durchfall. Diese sind in erster Linie bei Durchfall wirksam, der durch eine Darmdysbiose verursacht wird, und sind nicht universell anwendbar.
Damit sind wir am Ende unserer Hinweise zum vorsichtigen Umgang mit Durchfallmedikamenten angelangt. Wir hoffen, dass Sie nun ein klareres Verständnis davon haben. Abschließend wünschen wir Ihnen von Herzen Gesundheit und Glück.
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