Machen Kalziumpräparate Babys größer?
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Macht Kalziumzusatz Babys größer? (Public Health Network)
Kalziumzusatz ≠ Größenwachstum; Protein ist wichtiger
Wenn es um Größenwachstum geht, denkt man natürlich sofort an Kalziumzusatz. In Wirklichkeit steht die Kalziumaufnahme jedoch nicht unbedingt in Zusammenhang mit einer Zunahme der Körpergröße.Die Körpergröße eines Kindes wird nicht nur von genetischen Faktoren beeinflusst, sondern auch von Ernährung, Schlaf und körperlicher Aktivität. Kalzium selbst hat keinen direkten Einfluss auf die Körpergröße.Eine Kalziumergänzung verlängert weder die Knochen noch verdickt sie diese. Darüber hinaus kann eine übermäßige Kalziumaufnahme zu Nebenwirkungen wie Harnsteinen und Verstopfung führen, was für das Kind unangenehm ist und möglicherweise das Wachstum behindert. Wenn man über Ernährungsfaktoren spricht, die die Körpergröße beeinflussen, spielt Protein wahrscheinlich eine wichtigere Rolle. Eine ausreichende Proteinaufnahme in Kombination mit ausreichend Schlaf unterstützt das Wachstum eines Kindes in hohem Maße.
Vier häufige Irrtümer über die Kalziumergänzung bei Kindern
Zwar steht die Kalziumergänzung nicht in direktem Zusammenhang mit dem Längenwachstum, doch kann ein Kalziummangel das Wachstum eines Kindes tatsächlich beeinträchtigen. Bei Säuglingen wirkt sich ein Kalziummangel nicht nur auf die Knochenentwicklung aus – was zu O-Beinen, X-Beinen oder Wachstumsstörungen führen kann –, sondern kann auch direkt eine verzögerte kognitive Entwicklung oder sogar eine geistige Beeinträchtigung verursachen.Daher ist es wichtig, Kalzium in angemessener Weise zu ergänzen und dabei insbesondere die folgenden fünf häufigen Fehler zu vermeiden:
Fehler 1: Übermäßige Kalziumergänzung
Eine übertriebene Kalziumergänzung führt nicht nur nicht zu den gewünschten Ergebnissen, sondern kann auch Gesundheitsrisiken mit sich bringen.Kalzium ist zwar für das Knochenwachstum von entscheidender Bedeutung, eine erhöhte Zufuhr führt jedoch nicht zu einer besseren Aufnahme. Der menschliche Körper nimmt Kalzium aus der Nahrung mit einer festen Rate auf. Eine übermäßige Kalziumausscheidung belastet den Körper des Kindes zusätzlich, beispielsweise den Magen-Darm-Trakt und die Nieren. Eine übermäßige Zufuhr kann auch zu Appetitlosigkeit und Verstopfung führen und die Aufnahme von Spurenelementen wie Eisen und Zink behindern. In schweren Fällen kann es zu Erkrankungen wie Hyperkalziurie kommen.
Fehler 2: Verzehr von Knochenbrühe zur Kalziumergänzung
Tierische Knochen enthalten zwar tatsächlich viel Kalzium, das über 90 % des gesamten Kalziumgehalts des Tieres ausmacht. Dieses Kalzium liegt jedoch als biologisches Kalzium vor, das sich nur schwer von der Knochenmatrix trennen lässt. Selbst nach längerem Kochen ist die Menge an freiem Kalzium, das vom Menschen leicht aufgenommen werden kann, vernachlässigbar gering.Tests haben gezeigt, dass das zweistündige Kochen von einem Kilogramm Fleischknochen nur etwa 20 mg Kalzium in der resultierenden Brühe ergibt – weit weniger als die fast 300 mg, die in einem einzigen 250-ml-Glas Milch enthalten sind.
Irrtum 3: Kalziumergänzung ohne Vitamin D
Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme im Körper und ist der Schlüssel zum Kalziumstoffwechsel. Bei der Einnahme von Kalziumpräparaten sollte man auch angemessene Mengen an Vitamin-D-Präparaten wie Lebertran zu sich nehmen oder dafür sorgen, dass Kinder ausreichend Sonnenlicht bekommen. Andernfalls leiden Kinder trotz der Einnahme von Kalziumtabletten weiterhin unter Kalziummangel.
Fehler 4: Kalziumergänzung durch Milchtabletten
Manche Eltern geben ihren Kindern Milchtabletten zur Kalziumergänzung, weil sie glauben, dass „der Nährstoffgehalt einer Tablette Trockenmilch dem eines Glases frischer Milch entspricht”. Diese Vorstellung ist grundlegend falsch.Erstens werden Nährstoffe wie Kalzium in frischer Milch vom Körper leicht aufgenommen. Bei der Herstellung von Milchtabletten – die Trocknung und Komprimierung – verfestigen sich diese Nährstoffe. Nach mehreren Verarbeitungsstufen ist ihre Aufnahmequote durch den Körper deutlich geringer als die von frischer Milch. Zweitens enthält frische Milch nicht nur hochwertiges Kalzium, sondern auch Proteine, Eisen, Vitamin B und andere Nährstoffe, mit denen Milchtabletten nicht mithalten können.Milchtabletten sind nicht nur als Kalziumpräparat zum Ersatz von Milch ungeeignet, sondern können bei übermäßigem Verzehr sogar gesundheitsschädlich sein.
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