Rauchende Eltern haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, Töchter zu bekommen
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Welcher Elternteil bestimmt das Geschlecht des Babys? Ein Artikel in The Independent vom 28. warnte Paare, die sich einen Jungen wünschen: Wenn beide Elternteile rauchen und dies auch während der Empfängnis tun, sinkt ihre Chance auf einen Sohn um fast die Hälfte. Das Rauchen der Eltern kann männliche Föten im Mutterleib effektiv „ersticken“.
Während die durchschnittliche Geburtenrate von Mädchen in westlichen Gesellschaften bei 48 % liegt, steigt dieser Anteil bei Raucherinnen deutlich an. Durch eine Studie mit 9.000 schwangeren Frauen in Liverpool, Großbritannien, stellten Ärzte der Liverpool School of Tropical Medicine erstaunt dieses Ungleichgewicht fest.Mütter, die sowohl regelmäßig als auch während der Empfängnis rauchten, hatten eine um etwa ein Drittel geringere Wahrscheinlichkeit, Jungen zur Welt zu bringen, als Nichtraucherinnen. Wenn beide Elternteile rauchten, sank die Wahrscheinlichkeit, einen Jungen zu zeugen, um fast die Hälfte. Darüber hinaus neigten auch diejenigen, die in einer rauchenden Umgebung Passivrauch ausgesetzt waren, dazu, mehr Mädchen zu bekommen.
Die Forscher gaben an, dass ihnen die Ursachen für dieses Phänomen noch nicht ganz klar seien.Es wird vermutet, dass Rauchen physiologische Veränderungen bei der Mutter hervorrufen kann, wie z. B. eine verminderte Östrogenausschüttung oder Gebärmutteranomalien, auf die das für die Entwicklung des männlichen Geschlechts entscheidende Y-Chromosom sehr empfindlich reagiert und leicht „beschädigt” werden kann. Die Forscher behaupten, dass Rauchen einen erheblichen Einfluss auf das demografische Gleichgewicht hat. Diese Studie hat bei internationalen wissenschaftlichen Organisationen große Aufmerksamkeit erregt.
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