Was Eltern beachten sollten, wenn sie Säuglingen Wasser anbieten
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Muttermilch, Säuglingsnahrung und Wasser sind die wichtigsten Nahrungsquellen für Neugeborene (insbesondere Säuglinge im Alter von 0 bis 1 Jahr). Was die Wasseraufnahme betrifft, so übersteigt ihr Tagesbedarf den von Erwachsenen, und die Art und Weise der Aufnahme erfordert sorgfältige Überlegungen. Erstens muss auf die Menge des angebotenen Wassers geachtet werden. Zweitens müssen sowohl die Wassertemperatur als auch der Zeitpunkt der Flüssigkeitszufuhr sorgfältig beachtet werden. Und schließlich, was am wichtigsten ist, muss die Wasserqualität den höchsten Standards entsprechen. Fachleute für Mutter- und Säuglingsernährung empfehlen, dass Neugeborene gereinigtes Wasser zu sich nehmen. Was sollten Eltern also beachten, wenn sie ihren Säuglingen Wasser anbieten?
1. Ab welchem Alter sollten Säuglinge Wasser trinken?
Kinderärzte raten davon ab, Säuglingen unter sechs Monaten reines Wasser oder destilliertes Wasser zu geben. Ihr Flüssigkeitsbedarf wird durch Muttermilch und Säuglingsnahrung vollständig gedeckt. Da ihre Ernährung fast ausschließlich aus Muttermilch oder Säuglingsnahrung besteht – beides überwiegend Wasser –, benötigen Babys in der Regel kein zusätzliches Wasser.
Sobald Ihr Baby zu zahnen beginnt, benötigt es Fluorid, um die Entwicklung der neuen Zähne zu unterstützen. Daher ist es sinnvoll, in dieser Phase Leitungswasser einzuführen. Einige Eltern regen möglicherweise eine erhöhte Wasseraufnahme an, weil sie Verstopfung befürchten. Verstopfung bei Säuglingen hat jedoch mehrere Ursachen, die in erster Linie mit der Funktion ihres Verdauungssystems zusammenhängen.Die Ernährungsgewohnheiten können zwar Einfluss auf Verstopfung haben, sind jedoch nicht der Hauptfaktor. Folglich wirkt sich die Wasseraufnahme in erster Linie auf die Urinausscheidung aus und nicht auf die Konsistenz oder das Volumen des Stuhls. II. Vier wichtige Überlegungen zur Wassergabe bei Säuglingen 1. Vermeiden Sie es, Ihrem Kind innerhalb einer halben Stunde vor den Mahlzeiten Wasser zu geben. Obwohl eine erhöhte Wasseraufnahme den Stoffwechsel ankurbeln und die Gesundheit fördern kann, kann das Trinken zu ungünstigen Zeiten bei Säuglingen tatsächlich die Körperfunktionen stören.Ein ungeeigneter Zeitpunkt ist vor den Mahlzeiten. Wasser vor dem Essen verdünnt die Magensäfte, behindert die Verdauung und ein aufgeblähter Magen kann den Appetit dämpfen. Geben Sie stattdessen eine halbe Stunde vorher eine kleine Menge, um die Speichelproduktion anzuregen und die Verdauung zu unterstützen.
2. Welches Wasser sollten Babys trinken? Welche Temperatur ist am besten geeignet?
Abgekochtes Wasser ist die optimale Wahl für Säuglinge. Nach mehreren Reinigungsstufen werden Mikroorganismen durch eine Hochtemperaturbehandlung beseitigt, während nützliche Mineralien wie Kalzium und Magnesium erhalten bleiben. Achten Sie jedoch darauf, dass das Wasser frisch abgekocht ist, da Wasser, das länger als vier Stunden der Luft ausgesetzt ist, mehr als 70 % seiner biologischen Aktivität verliert.
Untersuchungen zeigen, dass abgekühltes abgekochtes Wasser mit einer Temperatur von 20–25 °C eine einzigartige biologische Aktivität besitzt. Seine Eigenschaften ähneln stark denen der intrazellulären Flüssigkeit eines Babys, wodurch es eine ausgezeichnete Affinität zu den Körperzellen aufweist. Dies erleichtert das Eindringen durch die Zellmembranen in das Zellinnere, fördert den Stoffwechsel und stärkt die Immunfunktion.
Zu kaltes oder zu heißes Wasser kann die empfindliche Magenschleimhaut eines Babys schädigen und die Verdauungsfähigkeit beeinträchtigen. Daher ist es im Sommer generell ratsam, Babys abgekochtes Wasser bei Raumtemperatur zu geben, während im Winter Wasser mit einer Temperatur von etwa 40 °C am besten geeignet ist.
3. Wie viel Wasser braucht ein Baby täglich?
Faktoren wie Alter, Umgebungstemperatur, Aktivitätsniveau, Körpertemperatur und der Wassergehalt in Milch oder Nahrung beeinflussen den Wasserbedarf eines Babys. Für Säuglinge im Alter von 6 bis 12 Monaten sollte die tägliche Wasseraufnahme 120 bis 160 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht betragen. Für Kleinkinder im Alter von 2 bis 3 Jahren erhöht sich dieser Wert auf 100 bis 140 Milliliter pro Kilogramm täglich.Eltern können die tägliche Wasseraufnahme ihres Kindes um etwa 10–15 % seines Körpergewichts ergänzen, angepasst an die individuellen Bedürfnisse. Sofern die Urinausscheidung des Kindes normal bleibt, sollten Sie es dazu ermutigen, über den Tag verteilt häufig kleine Schlucke zu trinken. Wenn das Kind stark schwitzt, erhöhen Sie lieber die Häufigkeit der Wasseraufnahme als die Menge pro Mahlzeit.Jüngere Säuglinge können ihre Blase während des Tiefschlafs möglicherweise noch nicht vollständig kontrollieren. Übermäßige Flüssigkeitszufuhr vor dem Schlafengehen kann leicht zu Bettnässen führen. Selbst wenn das Bett nicht nass wird, stört häufiges nächtliches Wasserlassen den Schlaf. Daher sollten Mütter es vermeiden, innerhalb von zwei Stunden vor dem Schlafengehen Flüssigkeiten anzubieten. Wenn es unbedingt notwendig ist, beschränken Sie die Menge streng auf einen kleinen Schluck, um den Durst zu stillen.
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