Acht Fallstricke für Eltern, die die Zukunft eines Kindes ruinieren können
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Elternschaft ist wohl die anspruchsvollste Aufgabe der Welt, die uneingeschränktes Engagement erfordert, ohne die Möglichkeit, bei Schwierigkeiten oder Enttäuschungen einfach aufzuhören. Es ist auch eine technische Fertigkeit, bei der fleißige Bemühungen dennoch zu unbeabsichtigten Ergebnissen führen können. Die folgenden acht häufigen Fallstricke der Elternschaft sind für chinesische Eltern besonders schwer vollständig zu vermeiden.
1. Kompromisse bei Prinzipien eingehen, um das Gesicht zu wahren, indem man unvernünftigen Forderungen nachgibt.
Es kommt nur allzu häufig vor, dass Kinder in der Öffentlichkeit Wutanfälle als Mittel zur Nötigung einsetzen und Eltern dem Druck nachgeben, um Peinlichkeiten zu vermeiden. Psychologisch gesehen untergräbt dies die Entwicklung der Fähigkeit des Kindes, Belohnungen aufzuschieben, und schwächt die elterliche Autorität.In solchen Situationen müssen Eltern sich bewusst machen, dass die Erziehung ihres Kindes weitaus wichtiger ist als das Wahren des Gesichts. Selbst wenn andere dabei zusehen, sollten sie niemals ohne Weiteres auf unvernünftige Forderungen eingehen. Alternativ können sie die Aufmerksamkeit des Kindes mit neuen Reizen ablenken. 2. Die Privatsphäre und Rechte des Kindes missachten. Chinesische Eltern lieben ihre Kinder zwar, behandeln sie jedoch oft wie „unvollständige Menschen” ohne eigenständige Persönlichkeit:Sie betreten ungefragt die Zimmer ihrer Kinder und „inspizieren” offen deren Tagebuchschubladen. In Wahrheit sind Kinder von Geburt an Bürger mit einem gesetzlich geschützten Recht auf Privatsphäre. Um zu verhindern, dass Kinder später im Leben Nachteile erleiden, ist es unerlässlich, ihre Rechte – einschließlich der Privatsphäre – von klein auf zu schützen. 3. Die eigenen Enttäuschungen auf die Kinder projizieren.
Manche Eltern betrachten ihre Kinder nicht nur als Verlängerung ihres eigenen Lebens, sondern auch als letzte Chance, ihre eigenen unerfüllten Wünsche zu kompensieren. Diese kompensatorische Denkweise kann Kindern die Möglichkeit nehmen, sie selbst zu werden. In Wahrheit sollten Eltern für die Entwicklung ihrer Kinder verantwortlich sein, nicht umgekehrt. Dies steht im Einklang mit evolutionären Prinzipien und dem gesellschaftlichen Fortschritt. Erfolg liegt darin, seine eigenen Aufgaben hervorragend zu erfüllen, unabhängig von Beruf oder Position; sich auf seinen Sohn zu verlassen, ist kein Zeichen wahrer Heldentat.
4. Die schulischen Leistungen bestimmen alles.
Im heutigen China zwingt der begrenzte Zugang zu guter Bildung die Kinder dazu, sich über ihre Noten zu messen. Prüfungen sind jedoch nicht das einzige Maß für die Bedeutung; sie bewerten das Behalten von Wissen, nicht dessen praktische Anwendung. Daher muss neben der Förderung der Wissensaneignung bei Kindern gleichermaßen Wert auf die Entwicklung ihrer praktischen Fähigkeiten gelegt werden.
5. Früh aufzustehen ist tugendhaft, lange zu schlafen ist Faulheit.
Angesichts der hohen schulischen Belastung und des weit verbreiteten Schlafmangels, der sich sowohl auf die körperliche als auch auf die kognitive Entwicklung auswirkt, ärgern sich manche Eltern immer noch darüber, dass ihre Kinder ausschlafen. Es ist zwar verständlich, dass sie ihre Kinder zum frühen Aufstehen ermutigen, um der alten Tugend der Fleißigkeit nachzueifern, doch das Problem liegt darin, dass moderne Kinder nach Sonnenuntergang nicht mehr zur Ruhe kommen. So wird das frühe Aufstehen zu einem Kampf gegen die Erschöpfung.
6. Kinder sollten sich ausschließlich auf das Lernen konzentrieren und sich nicht durch Hausarbeiten ablenken lassen.
Hausarbeiten fördern nicht nur praktische Lebenskompetenzen und bauen schulischen Stress ab, sondern ermöglichen es Kindern auch, die Bemühungen ihrer Eltern zu schätzen, wodurch die Eltern-Kind-Bindung gestärkt wird.
7. Nur akademische Spitzenleistungen rechtfertigen einen Mangel an Humor oder Kultiviertheit.
Akademische Leistungen begleiten Kinder nicht ihr ganzes Leben lang, während eine lebhafte, humorvolle Art lebenslange Freundschaften fördert und ein glückliches Leben in guten wie in schlechten Zeiten ermöglicht.
8. Zärtliches Verhalten ist keine Entschuldigung für unzumutbare Forderungen.
Viele Eltern interpretieren die Zärtlichkeiten oder Liebkosungen ihres Kindes als Signal für „Forderungen”. Dies rührt zum Teil von der Tendenz der chinesischen Kultur zur emotionalen Zurückhaltung her, zum Teil davon, dass Eltern die materialistischen Werte der Erwachsenenwelt auf ihre Kinder projizieren. In Wirklichkeit bringt es laut dem psychologischen Erwartungseffekt überraschende Vorteile mit sich, wenn man Kinder positiver sieht.
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