Warum hat sich die Farbe des Scheidenausflusses verändert?
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In den Geburtshilfe- und Gynäkologieabteilungen großer Krankenhäuser weist etwa jede zehnte Frau, die wegen „übermäßigem Ausfluss” in die Sprechstunde kommt, eine physiologische Zunahme auf – im Wesentlichen normales Zervixschleim und abgeworfene Vaginalepithelzellen.
Unter vaginalem Ausfluss versteht man im Wesentlichen vaginale Sekrete. Normaler Ausfluss erscheint als weiße Paste oder eiweißähnliche Substanz, ist sehr zähflüssig, ohne fischartigen Geruch oder andere ungewöhnliche Gerüche und tritt in geringen Mengen auf, die das tägliche Leben nicht beeinträchtigen.
Unter normalen Umständen enthält die Haut der Schamlippen reichlich Talgdrüsen, die Talg absondern, um den Genitalbereich mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Die Bartholin-Drüsen, auch als Vestibulardrüsen bekannt, scheiden eine farblose, klare und leicht saure Flüssigkeit aus, die in erster Linie dazu dient, die Feuchtigkeit der Vestibulusschleimhaut aufrechtzuerhalten.
Gehen Sie nicht davon aus, dass diese Flüssigkeiten steril sind; tatsächlich beherbergen Vaginalsekrete eine Vielzahl von Mikroorganismen. Eine Untersuchung unter dem Mikroskop kann über zehn verschiedene Mikrobenarten aufzeigen, vorwiegend anaerobe Bakterien. Laktobazillen sind ebenfalls weit verbreitet, während Candida albicans die häufigste Hefe darstellt. Diese vielfältige Bakteriengemeinschaft bildet die normale Vaginalflora und hält das Gleichgewicht der Vaginalumgebung aufrecht.
Der von den Gebärmutterhalsdrüsen abgesonderte Zervixschleim ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des physiologischen Vaginalausflusses. Er ist alkalisch, ähnelt in seinem Aussehen stark dem Eiweiß und hat eine ähnliche Viskosität.
Der leicht säuerliche Geruch des vaginalen Ausflusses ist von Bedeutung. Bei Frauen im gebärfähigen Alter enthalten die Vaginalepithelzellen Glykogen. Laktobazillen nutzen Glukose als Substrat und produzieren durch ihren eigenen Stoffwechsel Milchsäure. Daher hat der vaginale Ausfluss einen leicht säuerlichen Geruch. Laktobazillen bilden zusammen mit anderen vaginalen Mikroorganismen einen Komplex, der durch komplexe Wechselwirkungen die übermäßige Vermehrung pathogener Bakterien hemmt.
Daher ist übermäßiges vaginales Spülen für Frauen bis zu einem gewissen Grad nicht ratsam. Diese leichte Säure ist für die Gesundheit der Frau von entscheidender Bedeutung.
Warum verändert sich die Farbe des vaginalen Ausflusses? Der physiologische Ausfluss schwankt mit dem Eierstockzyklus und wird in erster Linie durch den Östrogenspiegel und die Beckenstauung beeinflusst.
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