Sollten Sie Ihrem Chef gegenüber Ihre Unzufriedenheit äußern?
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Fallstudie: Ich arbeite seit zwei Jahren in einem ausländischen Unternehmen und werde von meinem Vorgesetzten aufgrund meiner Fachkenntnisse und meiner fleißigen Arbeitsmoral sehr geschätzt. Bei einer kürzlichen Verhandlung mit ausländischen Kunden kam es jedoch zu einem unangenehmen Vorfall mit einer „dritten Partei”. Daraufhin hat mein Vorgesetzter seine Wut an mir ausgelassen, ohne sich über die Fakten zu informieren... Ich bin mit seinem Verhalten zutiefst unzufrieden. Sollte ich mich seiner Kritik fügen oder mit ihm ins Gespräch kommen?
Analyse: Die Lösung von Unzufriedenheit hängt von zwei Grundprinzipien ab: sachlicher Genauigkeit und gleicher Würde. Vorgesetzte und Untergebene haben die gleiche Menschenwürde. Wenn man keinen Fehler gemacht hat, aber Kritik passiv hinnimmt, behindert dies die persönliche Entwicklung. Wenn die Unzufriedenheit auf unzureichender Leistung beruht, kann man durch mutiges Eingestehen von Fehlern und konkrete Zusagen das Vertrauen wiederherstellen. Wenn Missverständnisse schuld sind, ist eine präzise und effektive Klärung unerlässlich.
Das Prinzip bei der Lösung von Unzufriedenheit ist die Achtung der Autorität des Vorgesetzten. Als Untergebener untergräbt es die Teamfunktion, wenn man die Autorität des Vorgesetzten völlig missachtet, um absolute Fairness oder momentane Heldentaten zu erreichen. Vermeiden Sie es daher, Vorgesetzten öffentlich zu widersprechen oder sie in Verlegenheit zu bringen, sondern bemühen Sie sich um eine ruhige, rationale Kommunikation.
Vermeiden Sie es, einseitige Vorstellungen von Vorgesetzten zu entwickeln, die auf emotionalen Reaktionen beruhen. Vorgesetzte sind auch nur Menschen und haben sowohl Stärken als auch Schwächen.Manche Vorgesetzte sind vielleicht akribisch, aber mutig, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen; andere sind vielleicht aufbrausend, verfügen aber über außergewöhnliche Fähigkeiten. Es gibt zahlreiche solche Unterschiede. Indem Sie Ihren Vorgesetzten so umfassend und objektiv wie möglich betrachten, vermeiden Sie unvernünftige Handlungen.Bereiten Sie sich darauf vor, proaktiv zu kommunizieren – sei es per E-Mail, durch einen Besuch in seinem Büro oder durch die Vereinbarung eines Kaffeetrinkens. Konzentrieren Sie sich während der Gespräche auf das Thema und nicht auf persönliche Angriffe, und setzen Sie, wenn möglich, Humor und ein Lächeln ein. Dieser Ansatz führt oft zu für beide Seiten vorteilhaften Ergebnissen.
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