Vaterschaft verändert die neuronalen Strukturen von Männern
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Untersuchungen zeigen, dass Männer, wenn sie Väter werden, eine bedeutende emotionale Veränderung durchlaufen. Männer erleben tiefgreifende Veränderungen in verschiedenen Bereichen ihres Lebens. Studien zeigen auch, dass die Vaterschaft das männliche Gehirn verändert und eine erhebliche Neuroplastizität hervorruft, die sich auf die täglichen Funktionen auswirkt.Das Gehirn von Vätern ähnelt zunehmend dem von Müttern. Die Betreuung von Kindern „formt” das Gehirn von Vätern um, sodass sie ähnliche kognitive und emotionale Muster wie Mütter zeigen. In einer aktuellen Studie beobachteten Forscher die Gehirnaktivität von 89 frischgebackenen Eltern, während diese Videos ihrer Säuglinge ansahen. Die Ergebnisse zeigten, dass „praktisch orientierte Väter” eine emotionale Verarbeitungsaktivität aufwiesen, die typischerweise bei Müttern zu beobachten ist, was darauf hindeutet, dass beide Geschlechter über „elterliche” Gehirnnetzwerke verfügen.
2. Der Hormonspiegel von Männern verändert sich. Untersuchungen zeigen, dass sich der Hormonspiegel von Vätern verändert, darunter Östrogen, Oxytocin, Prolaktin und Glukokortikoide.Die Forscher vermuten, dass der Kontakt mit Partnerinnen und Kindern diese hormonellen Veränderungen auslösen könnte. Darüber hinaus sinkt der Testosteronspiegel nach der Vaterschaft, was möglicherweise die Aggressivität der Väter verringert und eine engere Bindung zu den Kindern fördert.
3. Die Inhalation von Oxytocin verbessert die Eltern-Kind-Beziehung.Die Beteiligung an der Kinderbetreuung erhöht den Oxytocinspiegel bei Vätern, und dieses Hormon scheint wiederum die Erziehungskompetenzen von Männern zu verbessern. In einer aktuellen Studie fanden Forscher heraus, dass das Einatmen einer dosierten Menge dieses „Kuschelhormons” Vätern ermöglichte, sich intensiver mit ihren Kindern zu beschäftigen, die daraufhin kooperativer wurden. Die Forscher warnen jedoch davor, dass Oxytocin das Verhalten auf verschiedene Weise beeinflusst, die nicht alle positiv sind.
4. Das Gehirn bildet neue Neuronen. Die Vaterschaft wirkt sich auf Männer auf neuronaler Ebene aus. Die Geburt eines Kindes scheint das Wachstum neuer Neuronen im Gehirn des Vaters anzuregen. Forscher vermuten, dass die Geburt eines Kindes eine neue Dimension in das Leben eines Vaters bringt – was Wissenschaftler als „Umweltanreicherung” bezeichnen – und dass das Wachstum neuer Neuronen eine Reaktion auf diese Veränderung ist.
5. Väter werden empfindlicher für die Stimme ihres Kindes.Während allgemein angenommen wird, dass Mütter aufgrund ihres „mütterlichen Instinkts” besonders gut darin sind, den einzigartigen Schrei ihres eigenen Kindes zu unterscheiden, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass Väter in dieser Hinsicht nicht weniger fähig sind. Forscher baten 27 Väter und 29 Mütter, ihr eigenes Kind anhand der Schreie von fünf Säuglingen zu identifizieren. Die Ergebnisse zeigten, dass Eltern eine durchschnittliche Genauigkeitsrate von 90 % beim Erkennen des Schreis ihres Kindes erreichten, wobei die Genauigkeit von Männern und Frauen nahezu identisch war.
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