Ist die Magnetresonanztomographie sicher?
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Ursprünglich bezeichnete die medizinische Fachwelt die Magnetresonanztomographie als Kernspinresonanztomographie. Das Wort „Kernspin” weckte oft Assoziationen mit Strahlung. Um die Bedenken der Öffentlichkeit zu zerstreuen, verzichtete die Medizin bewusst auf das Präfix „Kernspin” und übernahm den Begriff Magnetresonanztomographie, im Englischen abgekürzt als MRI. Dennoch bezeichnen viele sie immer noch gewohnheitsmäßig als Kernspinresonanztomographie und sorgen sich um die Strahlenbelastung während der Untersuchungen. Ist die MRT also mit Strahlung verbunden?
Im Gegensatz zu Röntgenaufnahmen oder CT-Scans, bei denen ionisierende Strahlung zum Einsatz kommt, erfolgt die MRT-Bildgebung vollständig ohne Strahlung. Sie nutzt die Wasserstoffkerne in den Wassermolekülen unseres Körpers als Resonanzsignale für die Bildgebung. Unser Körper enthält einen erheblichen Anteil an Wasser, wobei jedes Wassermolekül zwei Wasserstoffkerne besitzt. Diese Fülle an Wasserstoffkernen erzeugt ein sehr intensives Magnetresonanzsignal.
Für diese Untersuchung liegt der Patient auf einem Scanbett, bevor er in eine kreisförmige Magnetkammer gefahren wird und sich damit in ein starkes Magnetfeld begibt. Alle metallischen Gegenstände müssen zuvor entfernt werden.Einige Patienten haben möglicherweise metallische Implantate in ihrem Körper, wie z. B. Gefäßklammern oder Intrauterinpessare. Diese müssen mit dem operierenden Chirurgen abgeklärt werden, um die Eignung für die MRT zu bestimmen und eine mögliche Verschiebung oder Fehlfunktion der metallischen Komponenten zu verhindern. Die Dauer der MRT hängt von der Erkrankung und dem zu untersuchenden Bereich ab und beträgt in der Regel weniger als 30 Minuten. Eine einfache MRT-Untersuchung des Kopfes kann etwa zehn Minuten dauern, während eine einfache Untersuchung der Wirbelsäule mehr als zwanzig Minuten in Anspruch nehmen kann.Während der Untersuchung nehmen viele Patienten ungewöhnlich laute Geräusche wahr. Diese Geräusche erleichtern die räumliche Lokalisierung und variieren in ihrer Intensität je nach verwendetem Gerät. Den Patienten werden Ohrstöpsel zur Verfügung gestellt, um ihnen den Aufenthalt zu erleichtern. Gelegentlich kann eine Untersuchung als einfache Untersuchung mit anschließender Kontrastverstärkung verordnet werden. Für eine kontrastverstärkte MRT wird ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel intravenös injiziert. Dieses Mittel verteilt sich über den Blutkreislauf im gesamten Körper und hilft dabei, normales Gewebe von abnormalen Bereichen zu unterscheiden.Bei einigen Personen können nach der Kontrastmittelgabe Nebenwirkungen wie Nesselsucht, Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Leichte Reaktionen erfordern in der Regel keine besonderen Maßnahmen; eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und häufiges Wasserlassen zur Verstoffwechselung des Kontrastmittels lassen die Symptome abklingen. Moderate bis schwere Reaktionen erfordern eine medikamentöse Behandlung. Insgesamt bleibt die MRT eine etablierte Bildgebungsmethode mit hohen Sicherheits- und Genauigkeitsstandards.
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