Geburten im Frühling und Sommer mit erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen verbunden
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Forscher der Harvard University School of Public Health, des Brigham and Women's Hospital und der Medizinischen Universität Wien in Österreich haben einen Zusammenhang zwischen der Jahreszeit der Geburt und dem Risiko für Herzerkrankungen entdeckt. Frühere Studien in der nördlichen Hemisphäre brachten Geburten im Frühjahr und Sommer durchweg mit einem höheren Sterberisiko in Verbindung, während südlich des Äquators das Gegenteil der Fall war. Diese Untersuchungen konnten jedoch Faktoren wie die familiäre Krankengeschichte, den wirtschaftlichen Status und die soziale Stellung nicht ausreichend kontrollieren.Um diese Einschränkungen zu überwinden, verwendeten die Forscher Daten von 117.000 registrierten Krankenschwestern, die an der Nurses' Health Study teilnahmen. Die Teilnehmerinnen waren zu Beginn der Studie zwischen 30 und 55 Jahre alt und füllten alle zwei Jahre detaillierte Fragebögen zu ihrer Gesundheit und ihrem Lebensstil aus. Während der Nachbeobachtungszeit traten 43.248 Todesfälle auf, darunter 8.360 aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wobei die Todesursache anhand von Sterbeurkunden und Krankenakten ermittelt wurde.
Im Gegensatz zu früheren Studien fand diese Untersuchung keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Geburtsjahreszeit und der Gesamtsterblichkeit. Unter Berücksichtigung der familiären Krankengeschichte und sozioökonomischer Faktoren zeigte sich jedoch ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen, die im Frühjahr und Sommer geboren wurden, im Vergleich zu denen, die im Herbst geboren wurden.
Die im British Medical Journal veröffentlichten Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Unterschiede auf saisonale Schwankungen in der Ernährung, der Luftverschmutzung und der Sonneneinstrahlung während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren zurückzuführen sein könnten.
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