Eine übermäßige Kalziumergänzung kann zu Leberzirrhose führen; Experten skizzieren wissenschaftliche Grundsätze für die Kalziumergänzung
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Ob bei Rückenschmerzen, Knochenbeschwerden oder Schlafstörungen – viele betrachten Kalzium als Allheilmittel. Eine neue Studie, die in der August-Ausgabe des Chinese Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, warnt jedoch davor, dass ein zu hoher Kalziumspiegel im Blut das Risiko einer Leberzirrhose erhöhen kann.
Forscher des Krebskrankenhauses der Chinesischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften analysierten Teilnehmer einer Ernährungsinterventionsstudie im Kreis Lin in der Provinz Henan. Sie untersuchten biochemische Indikatoren – darunter Serumkalziumkonzentrationen und Hepatitis-Virus-Antikörper – bei 281 Patienten mit Leberzirrhose und 562 Kontrollpersonen.Die Ergebnisse zeigten, dass die Serumkalziumwerte in der Gruppe mit Leberzirrhose (1,81 ± 0,84 mmol/l) signifikant höher waren als in der Kontrollgruppe (1,65 ± 0,79 mmol/l). Dieser Zusammenhang war positiv korreliert, was bedeutet, dass höhere Kalziumkonzentrationen im Blut mit einem höheren Risiko für Leberzirrhose verbunden waren. Insbesondere Personen mit den höchsten Kalziumkonzentrationen im Blut können ein doppelt so hohes Risiko haben, an Leberzirrhose zu erkranken.
Die Forscher wiesen darauf hin, dass der genaue Mechanismus, der den Serumkalziumspiegel mit einer Leberzirrhose in Verbindung bringt, noch unklar ist, obwohl vermutet wird, dass eine beeinträchtigte Leberstoffwechselfunktion eine Rolle spielt. Dennoch erinnert diese neue Studie daran, dass eine übermäßige Nahrungsergänzung kontraproduktiv sein kann; eine blinde Kalziumergänzung sollte vermieden werden, um zu verhindern, dass gut gemeinte Bemühungen negative Auswirkungen haben.
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