Gängige Massagetechniken
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Bei der Punktmethode wird die hervorstehende Knöchelstelle eines gebeugten Fingergelenks als Druckpunkt verwendet, der auf einen bestimmten therapeutischen Bereich ausgeübt wird. Diese Methode hat sich aus der Drucktechnik entwickelt und fällt in die Kategorie der Druckmethoden. Sie zeichnet sich durch konzentrierte Kraft und intensive Stimulation aus und umfasst drei Varianten: Daumendruck, Druck mit gebeugtem Daumen und Druck mit gebeugtem Zeigefinger.
1. Technische Grundlagen
① Daumenspitzenpunktmethode: Bilden Sie eine lockere Faust, wobei der Daumen ausgestreckt ist und gegen die radiale Seite des Mittelglieds des Zeigefingers gedrückt wird. Üben Sie mit der Daumenspitze als Druckpunkt Druck auf den Behandlungsbereich aus.
② Technik mit gebogenem Daumen: Bilden Sie eine Faust, wobei der Daumen gegen die radiale Seite des Mittelglieds des Zeigefingers gebogen ist. Üben Sie Druck auf den Behandlungsbereich aus, wobei Sie die radiale Seite des Interphalangealgelenks des Daumens als Druckpunkt verwenden.
③ Technik mit gebogenem Zeigefinger: Bilden Sie eine Faust, wobei der Zeigefinger ausgestreckt ist. Üben Sie Druck auf den Behandlungsbereich aus, wobei Sie das proximale Interphalangealgelenk des Zeigefingers als Druckpunkt verwenden.
Drucktechnik
Das Ausüben von Druck mit einem Finger oder der Handfläche auf einen bestimmten Bereich oder Akupunkturpunkt auf der Körperoberfläche, wobei die Kraft allmählich erhöht wird, wird als Drucktechnik bezeichnet. Klinisch wird diese Technik in Fingerdruck und Handflächendruck unterteilt. Die Drucktechnik kann auch mit anderen Methoden kombiniert werden; in Kombination mit der Drucktechnik entsteht die Druck- und Druckmethode. In Kombination mit der Knettechnik entsteht die Druck- und Knetmethode.
Fingerkompressionstechnik
Eine Technik, bei der mit dem Daumenballen oder der Fingerspitze Druck auf die Körperoberfläche ausgeübt wird, wird als Fingerkompression bezeichnet. Wenn die Kraft eines einzelnen Fingers nicht ausreicht, kann der Daumen der anderen Hand darüber gelegt werden, um den Druck zu verstärken. Klinisch wird sie häufig mit Kneten kombiniert.
1. Wichtige Technikprinzipien:
① Der Druck sollte senkrecht nach unten ausgeübt werden.
② Üben Sie die Kraft allmählich von leicht bis stark aus und halten Sie einen gleichmäßigen und anhaltenden Druck aufrecht, um sicherzustellen, dass der Reiz das tiefe Gewebe erreicht. Vermeiden Sie abrupte oder übermäßige Kraftanwendung.
③ Vermeiden Sie beim Beenden der Technik ein plötzliches Loslassen, sondern reduzieren Sie den Druck allmählich.
2. Anwendungsbereiche: Akupunkturpunkte am ganzen Körper.
3. Wirkungen: Lindert Krämpfe und Schmerzen, wärmt die Meridiane und vertreibt Kälte.
4. Indikationen: Schmerzen, Harnverhalt und ähnliche Beschwerden.
5. Anschauliche Beispiele:
Oberbauchschmerzen: Drücken Sie 1–2 Minuten lang auf jeden Punkt von Milz-Shu (SP17), Magen-Shu (ST21) oder empfindliche Punkte entlang der Wirbelsäule. Bauchschmerzen: Drücken und kneten Sie Zusanli (ST36) und Neiguan (PC6). Steifheit und Schmerzen im Nacken und in den Schultern: Drücken und kneten Sie Lieque (LU7) und Houxi (SI3). Zahnschmerzen: Drücken und kneten Sie Hegu (LI4). Dysmenorrhoe: Drücken und kneten Sie Sanyinjiao (SP6).Harnverhalt: Drücken Sie Zhongji (CV6).
Handflächen-Drucktechnik
Bei der Handflächen-Drucktechnik wird mit dem Handballen oder der gesamten Handfläche Druck auf die Körperoberfläche ausgeübt. Diese Methode kann mit einer einzelnen Handfläche oder mit beiden gekreuzten und überlappenden Handflächen angewendet werden. Sie kann auch mit Knettechniken kombiniert werden.
1. Wichtige Techniken:
① Halten Sie nach dem Drücken kurz inne, bevor Sie den Druck wiederholen.
② Um den Druck zu erhöhen, strecken Sie beide Ellbogen während der Anwendung vollständig aus, beugen Sie den Körper leicht nach vorne und nutzen Sie einen Teil Ihres Körpergewichts, um nach unten zu drücken.
2. Geeignete Bereiche: Ausgedehnte, relativ flache Körperflächen wie der Lendenbereich, der Rücken und der Bauch.
3. Wirkungen: Lockert Sehnen und Meridiane, wärmt den mittleren Brenner, um Kälte zu vertreiben, regt die Durchblutung an, um Stauungen zu beseitigen.
4. Indikationen:Lumbosakrale Schmerzen, Wirbelsäulenskoliose, Oberbauch- und Bauchschmerzen.
5. Anschauliche Beispiele:
Lumbago: Üben Sie mit der Handfläche Druck auf die Sakrospinalmuskeln aus. Magenkälte-Schmerzen: Üben Sie mit der Handfläche Druck auf den Oberbauch aus (vermeiden Sie übermäßige Kraft), wobei die Handfläche mit der Atmung des Patienten auf und ab gehen sollte.
Rolltechnik
Diese Technik zeichnet sich durch einen umfangreichen Oberflächenkontakt und eine starke, aber sanfte Stimulation aus.Sie wird in erster Linie zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates und des peripheren Nervensystems eingesetzt. Die Technik umfasst zwei koordinierte Bewegungen: eine Drehbewegung des Unterarms in Kombination mit einer Beugung und Streckung des Handgelenks. Der Druck wird von der Hypothenar-Erhebung auf die dorsalen Aspekte des fünften und vierten Mittelhandknochens ausgeübt.
1. Wichtige Technikprinzipien:
① Achten Sie auf eine nahtlose Koordination zwischen der Drehung des Unterarms und der Beugung und Streckung des Handgelenks.Konkret bedeutet dies, dass während der Pronation des Unterarms das Handgelenk gestreckt werden muss, wobei Kraft auf die hypothenaren Muskeln ausgeübt wird. Umgekehrt muss während der Supination das Handgelenk gebeugt werden, wobei Kraft auf die dorsalen Flächen des fünften und vierten Mittelhandknochens ausgeübt wird. Dadurch entsteht eine kontinuierliche, abwechselnde Rollbewegung auf der Körperoberfläche, die mit einer Frequenz von etwa 120–160 Mal pro Minute ausgeführt wird.
② Halten Sie eine aufrechte Körperhaltung ein. Vermeiden Sie es, sich in der Taille zu beugen oder den Rücken zu krümmen, und schwanken Sie nicht mit dem Körper.
③ Lassen Sie die Schultern natürlich hängen. Halten Sie die Oberarme etwa 5–10 Zentimeter von der Brustwand entfernt und achten Sie darauf, dass sie unbeweglich bleiben.
④ Halten Sie die Handgelenke entspannt und erreichen Sie einen großen Bewegungsbereich von etwa 120° (80° für die Beugung und 40° für die Streckung).⑤ Vermeiden Sie es, mit dem Handrücken über die Haut zu streichen, zu reiben, zu klopfen, mit Kraft zu drücken oder mit dem Handrücken auf den Behandlungsbereich zu schlagen. 2. Anwendungsbereiche: Muskelreiche Regionen wie Nacken, Schultern, Rücken, Taille, Gesäß und Gliedmaßen. 3. Wirkungen: Entspannt Sehnen, fördert die Durchblutung, lindert Krämpfe und Schmerzen, löst Verklebungen und verbessert die Beweglichkeit der Gelenke.
4. Indikationen: Rheumatische Schmerzen, Taubheitsgefühl der Haut, Lähmungen der Gliedmaßen und motorische Funktionsstörungen.
5. Anschauliche Beispiele:
Schmerzen im unteren Rückenbereich: Konzentrieren Sie sich in erster Linie auf die Sakrospinalmuskeln. Schultersteife: Konzentrieren Sie sich auf den Deltamuskel, ergänzt durch passive Gelenkbewegungen.Ischias: Anwendung entlang des Blasenmeridians vom Gesäß über die Rückseite des Oberschenkels, die Kniekehle und die Rückseite der Wade bis zur Ferse und zum Fußrücken, ergänzt durch Akupunkturpunktdruck und passive Bewegung.
Klopftechnik
Mit natürlich zusammenliegenden Fingern und leicht gebeugten Mittelhandknochen, um eine hohle Handfläche zu bilden, klopfen Sie rhythmisch mit dieser hohlen Handfläche auf den Behandlungsbereich. Dies wird als Klopftechnik bezeichnet.
1. Wichtige Techniken:
① Verwenden Sie feste Finger und hohle Handflächen und nutzen Sie die Luftschwingung, um festen und hohlen Druck zu kombinieren. Achten Sie darauf, dass jedes Klopfen einen klaren Klang erzeugt, ohne starke Schmerzen zu verursachen.
② Die Klopf-Technik sollte in erster Linie mit der Kraft des Handgelenks ausgeführt werden, flexibel und leicht.
③ In der Regel reichen 3–5 Klopfbewegungen aus. Bei Personen mit einem abgestumpften oder tauben Hautgefühl sollten Sie so lange fortfahren, bis die Epidermis eine leichte Rötung und Hyperämie aufweist.
2. Anwendungsbereiche: Schultern, Rücken, Lenden-Kreuzbein-Bereich, seitliche Oberschenkel und seitliche Waden.
3. Wirkung: Fördert die Qi-Zirkulation und Durchblutung, entspannt Sehnen und löst Blockaden in den Meridianen.
4. Indikationen: Rheumatische Schmerzen, Schweregefühl, Taubheit und Muskelkrämpfe.
5. Anschauliches Beispiel:
Bei rheumatischen Rücken- und Hüftschmerzen: Nach dem Drücken und Kneten des Weizhong-Punktes und einer lokalen Massage tragen Sie eine kleine Menge Wintergrünöl auf den Rücken- und Hüftbereich auf. Führen Sie dann nach unten gerichtete Klopfbewegungen aus, bis die Haut leicht gerötet und durchblutet ist.
Knettechnik
Mit dem Daumenballen, der Handflächenbasis oder den Fingerspitzen auf einen bestimmten Behandlungsbereich drücken und sanfte, kreisende Bewegungen ausführen, um das Unterhautgewebe zu mobilisieren. Dies wird als Kneten bezeichnet. Wenn der Daumenballen als Druckpunkt verwendet wird, spricht man von Daumenballen-Kneten; bei Verwendung der Handflächenbasis von Handflächenbasis-Kneten; bei Verwendung der Fingerspitzen von Finger-Kneten.Von diesen Techniken erfordert die Thenar-Knettechnik die größte Geschicklichkeit. Thenar-Knettechnik 1. Wichtige Techniken: ① Üben Sie mit der Thenareminence Druck aus, indem Sie eine moderate Kraft nach unten ausüben; adduzieren Sie den Daumen leicht, wobei die Interphalangealgelenke leicht gebeugt sind; halten Sie das Handgelenk entspannt und führen Sie mit koordinierten oszillierenden Bewegungen des Handgelenks und des Unterarms die Thenareminence in kreisenden Knetbewegungen über den Behandlungsbereich.Wird der Druck mit dem Handballen ausgeübt, spricht man von Handballen-Kneten. ② Die Bewegungen sollten flexibel und die Kraft sanft sein. Vermeiden Sie Reibung auf der Hautoberfläche oder bewusstes Herunterdrücken. ③ Die Bewegungen sollten rhythmisch sein, mit einer Frequenz von etwa 120–160 Mal pro Minute.
2. Anwendungsbereiche: Alle Körperteile. Am häufigsten wird diese Technik an Kopf, Gesicht, Brust, Bauch und Gelenken der Gliedmaßen angewendet.
3. Wirkungen: Lindert Muskelverspannungen und öffnet die Meridiane, lindert Schmerzen, fördert die Durchblutung und löst Stauungen, stärkt die Milz und harmonisiert den Magen und reguliert das Brust-Qi.
4. Indikationen: Kopfschmerzen, Gesichtslähmung, Brust- und Flankenschmerzen, Oberbauch- und Bauchblähungen und -schmerzen, Weichteilverletzungen der Gliedmaßen.
5. Anschauliche Beispiele:
Kopfschmerzen, Gesichtslähmung: Führen Sie eine interdigitale Knetmassage mit den Fingern an der Stirn und im Gesichtsbereich durch. Schmerzen in Brust und Flanke: Führen Sie eine Handflächenmassage an den Punkten Zhangmen, Qimen und den betroffenen Bereichen durch. Akute Weichteilverletzungen der Gliedmaßen: Wenden Sie Knettechniken im Bereich der betroffenen Stelle an; sorgen Sie dafür, dass die Verletzungsstelle mit Eis massiert und ruhiggestellt wird.
Fingerreibetechnik
Bei der Fingerreibetechnik werden mit der Wirbeloberfläche des Daumens oder Mittelfingers oder den Wirbeloberflächen des Zeige- und Mittelfingers oder des Zeige-, Mittel- und Ringfingers sanfte, kreisförmige Reibbewegungen mit geringer Amplitude auf einen einzelnen Punkt, mehrere Punkte oder einen bestimmten Bereich ausgeführt. Diese Technik wird weiter unterteilt in Einfinger-, Zweifinger- und Dreifinger-Reibetechniken.
Klinisch wird das Kneten mit den Fingern oft mit Druck kombiniert, um kombinierte Techniken zu bilden. Das Kneten mit einem Finger ist für alle Körperregionen geeignet, das Kneten mit zwei Fingern eignet sich für Back-Shu-Punkte sowie für die pädiatrische Massage der Brustwarzen-Seitenpunkte, Brustwarzen-Wurzelpunkte oder bilateralen Tianshu-Punkte, das Kneten mit drei Fingern wird für Back-Shu-Punkte und Erkrankungen wie angeborene muskuläre Tortikollis bei Kindern verwendet.
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